MSC Zoe: Niedersächsischer Umweltminister fordert Containerortung
Aus der Havarie des Containerschiffes „MSC Zoe“ in dieser Woche müssen nach Auffassung von Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies Konsequenzen gezogen werden. Lies hält es für denkbar, Container zum Beispiel mit Sendern auszustatten, um sie notfalls besser orten zu können. Im Interview mit „Radio FFN“ in Hannover sagte Lies, das große Problem sei die Ortung der Container.
UPDATE: Nach Angaben der Reederei MSC verlor die MSC Zoe mehr als 270 Container, davon zwei mit Gefahrgut. Einer der verlorengegangenen Gefahrgutcontainer enthält Dibenzoylperoxid. Dieses organische Peroxid der Klasse 5.2 wird beispielsweise in der Kunststoffproduktion eingesetzt und dient zur Härtung von Harzen oder als Bleichmittel für Öle, Fette und Wachse. Der andere Gefahrgutcontainer enthält Lithiumionenbatterien, so die Reederei. Das Havariekommando warnt davor, am Strand gefundene Gegenstände einzusammeln, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie mit Gefahrstoffen in Berührung gekommen sind.
Zur Unfallursache ermittelt die Wasserschutzpolizei Bremerhaven. (dpa/ag)
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