Aus- und Weiterbildung

03.08.2023 Meldung

Hofer Gefahrguttag: 30-jähriges Jubiläum

Die zentralen Themen waren Digitalisierung von Daten aus Fahrerkarten, Lithiumbatterien als Gefahrgut der Zukunft und die TRGS 510.
30. Hofer Gefahrguttag 2023 1200

Die Veranstaltung richtete sich an Gefahrgutbeauftragte, beauftragte Personen sowie sonstige verantwortliche Personen, die mit Gefahrgütern umgehen. 

©Foto: Sylvia Pompe/Springer Fachmedien München

Heiko Rödel lud am 29. Juni 2023 im Haupthaus seines Gefahrgutbüros in Berg zum 30. Hofer Gefahrguttag. Nach besonders strengen Corona-Beschränkungen in Bayern konnte sich das interessierte Gefahrgut-Publikum endlich wieder vor Ort versammeln. „Lithiumbatterien sind ein gefährliches Produkt“, leitete Gaston Zens seinen Vortrag „Lithiumbatterien – Gefahrgut der Zukunft?“ ein. „Es ist das einzige Gefahrgut, das ein eigenes Logo bekommen hat“, erklärte der Vertreter des Luxemburgischen Gefahrgut-Verbands (ALMD). Er zeigte Bilder von dramatischen Bränden, die illustrieren sollen, wie wichtig es sei, Lithiumbatterien korrekt zu entsorgen. Kritisch defekte Lithiumbatterien könnten thermisch durchgehen und Kurzschlüsse verursachen. Deshalb sei es so bedeutend, vor dem Transport den Zustand des Gehäuses anhand einiger Kriterien zu prüfen. Dabei seien Veränderungen in der Temperatur oder eine Beschädigung der Hülle von Bedeutung.

Lithiumbatterien waren damals am ersten Hofer Gefahrguttag noch kein brisantes Thema. Dafür spielte seinerzeit bereits die Digitalisierung eine Rolle. Das Jubiläumsdatum lud Rödel dazu ein, in Erinnerungen zu schwelgen. Einer der ersten Vorträge handelte von digitalisierten Stofflisten, sodass Benutzer nach UN-Nummern suchen könnten, um ein Beförderungspapier zu erstellen. 30 Jahre später hat sich Vieles getan. Die Firma Dako stellte ihre Software-Lösung vor, die es ermöglicht, Daten aus Fahrerkarten automatisch auszulesen. Der Fahrer steckt seine Karte in das Gerät ein, welches die Daten an das Dako-Rechenzentrum übermittelt und dort archiviert. Im Anschluss können Berechtigte alle Daten auf deren Plattform einsehen. Somit kann der Weg des Fahrers verfolgt werden oder Live-Daten der Fahrerkarte im Minutentakt ausgelesen werden.

Weiterhin wies die Gefahrgut-Ausbilderin Sabine Lindner darauf hin, dass mit der Übergangsfrist zum 30. Juli 2023 alle Mitarbeiterschulungen nach 1.3 erneuert sein müssen. Die Unterweisung sei in regelmäßigen Abständen zu ergänzen, um Änderungen in den Vorschriften Rechnung zu tragen. Zum Abschluss des Tages erläuterte Ralf Hiltmann, dass Gefahrstoffe nur übersichtlich geordnet und zugänglich aufbewahrt werden dürften. Freigesetzte Stoffe sollten sofort erkannt werden und Verantwortliche müssten diese problemlos beseitigen können, wie der Vizepräsident der IASA (International Association of Dangerous Goods Safety Advisors) ausführt. Er mahnte bei seinem Vortrag zur „Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern TRGS 510: „Achten Sie auf die Aktualität der Normen“.

Sobald der Termin für den 31. Hofer Gefahrguttag offiziell feststeht, finden Sie alle Informationen unter www.fokus-gefahrgut.de/termine. (gg/sp)

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