EUWID: Sammelquote bei Gerätebatterien sinkt
Im Jahr 2020 lag die deutschlandweite Sammelquote nur noch bei 45,6 Prozent, ein Jahr zuvor habe sie noch 52,2 Prozent betragen, sagt EUWID.
©Foto: Franziska Gabbert/picture-alliance/dpa ThemendienstIn Deutschland wurden im vergangenen Jahr insgesamt 26.300 Tonnen alter Gerätebatterien gesammelt. Das waren nach einer Mitteilung des Europäischen Wirtschaftsdiensts EUWID rund 1300 Tonnen weniger als noch 2019. Da die verkaufte Menge neuer Batterien zudem insgesamt stark gestiegen ist, ging die Sammelquote deutlich zurück.
Über die Mengen aller sechs Batterierücknahmesysteme gerechnet, so die Mitteilung weiter, liege der Wert 2020 nur noch bei 45,6 Prozent, ein Jahr zuvor habe die deutschlandweite Sammelquote noch 52,2 Prozent betragen. Damit werde zwar die für das letzte Jahr noch geltende Mindestquote von 45 Prozent knapp erfüllt. Für die seit diesem Jahr geltende Zielmarke von 50 Prozent müssten die Systeme die Erfassungsleistung aber spürbar steigern.
Die Erfolgskontrollberichte zeigen laut EUWID zwar, dass auch die einzelnen Systeme die gesetzlichen Vorgaben bei der Sammlung im letzten Jahr erfüllt haben. Die angegebenen Sammelquoten seien allerdings aufgrund unterschiedlicher Berechnungsmethoden nur bedingt vergleichbar.
So bildete bei den schon länger am Markt agierenden Systemen von CCR, ERP und Öcorecell entsprechend der Regelungen aus dem Batteriegesetz der jeweilige Durchschnitt der Verkaufsmengen der Jahre 2018 bis 2020 die Basis für die Quote. Bei den 2019 beziehungsweise 2020 neu gegründeten Systemen von Ecobat sowie der Landbell-Tochter DS konnten hingegen nur die in Verkehr gebrachten Mengen der angeschlossenen Hersteller seit dem jeweiligen Gründungsjahr herangezogen werden. Auch bei der Stiftung GRS Batterien wurden bei der Berechnung der Quote für 2020 nur die Mengen des letzten Jahres berücksichtigt, sagt der Wirtschaftsdienst, da hier zum Jahresbeginn der Wechsel zum herstellereigenen System vollzogen wurde. (gg/gh)
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