BDE erneuert Forderung nach Batteriepfand
Der Verband sieht ein Pfand als Hilfsmittel, um die Brandgefahren durch falsch entsorgte Lithium-Ionen-Batterien und Akkus zu minimieren. Im Bild ein Feuer auf einem Wertstoffhof.
©Foto: ZBH MarlDer BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft hat seine Forderung nach einem Batteriepfand bekräftigt. So betrachtet der Verband einen Betrag von 50 Euro für Batterien ab einer Spannung von neun Volt als angemessenen Preis. „Ein Pfand in Höhe von 50 Euro wäre nicht nur in Deutschland der richtige Anreiz für Verbraucher, ihre Altbatterien zurückzugeben. Auch Europa könnte hier ein Zeichen für mehr Recycling und weniger Brandgefahr setzen,“ erklärte BDE-Präsident Peter Kurth am 14. Juli in Berlin.
In seiner Auffassung bestätigt sieht sich der BDE durch den Abschlussbericht des Sachverständigengutachtens zur Prüfung der Einführung einer Pfandpflicht für lithiumhaltige Batterien im Auftrag des Umweltbundesamtes. Demnach hätte ein Pfandsystem für die Produktgruppen „lithiumhaltige nicht eingebaute Gerätebatterien (lose)“ sowie „Geräte mit eingebauten lithiumhaltigen Gerätebatterien“ die vergleichsweise höchste Lenkungswirkung, was eine Reduzierung der Brandgefahr erwarten ließe. Bei Geräten mit eingebauten Batterien müssten bei der „Ausgestaltung eines Pfandsystems auch die rechtlichen Regelungen des Gesetzes über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG) berücksichtigt und angepasst werden. Gleichzeitig ergäben sich zu erwartende Synergieeffekte,“ zitiert der Verband aus dem UBA-Bericht. (gg/gh)
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