Lithiumbatterien

23.10.2024 Meldung

Batteriebrände: Verbände fordern von Politik Abhilfemaßnahmen

Mehrere Verbände haben ein gemeinsames Positionspapier unterzeichnet. Darin fordern sie politische Maßnahmen, um den zunehmenden Batterie-Bränden in Recycling- und Entsorgungsunternehmen entgegenzuwirken.

Lithiumbatterien in Abfällen sorgen für immer mehr Brände.

©Foto: markobe | AdobeStock

Die Zahl der Brände in der Recycling- und Entsorgungswirtschaft nimmt stetig zu. Denn Batterien finden sich oft als Fehlwürfe im Abfall wieder und verursachen damit potenziell Brände in Entsorgungsfahrzeugen, auf Wertstoffhöfen oder in Anlagen. Jetzt haben mehrere Verbände ein gemeinsames Positionspapier verfasst. Sie fordern politische Maßnahmen, um die Gesundheit ihrer Mitglieder zu schützen, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen, teilt der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) mit.

Rund 80 Millionen akkubetriebene Einweg E-Zigaretten mit Lithiumbatterien werden jährlich in Verkehr gebracht, ohne dass es dafür ein adäquates Rücknahmesystem gibt, beschreibt der Verband die Entwicklung. Obwohl massiv in zusätzliche Brandschutzmaßnahmen investiert wurde, stellen laut BDE die Menge und der unkontrollierte Rücklauf von Geräten mit Lithiumbatterien die Unternehmen vor eine schier unlösbare Aufgabe und sorgen für immer mehr und größere Einsätze der freiwilligen und beruflichen Feuerwehren.

Die unterzeichnenden Verbände fordern eine rasche Umsetzung von effizienten und schnell wirksamen Maßnahmen durch die Politik. Der aktuelle Kabinettsbeschluss zur Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) bleibe weit hinter den Erwartungen zurück (wir berichteten). Wirksame Vorschläge wurden demnach in der Vergangenheit bereits von der Recyclingbranche aufgezeigt:

  • Einführung eines Batteriepfandes,
  • Eine herstellerfinanzierte Fondslösung, die die Absicherung der Recycling- und Entsorgungswirtschaft im Brandfall gewährleistet (ähnlich dem Einwegkunststofffondsgesetz),
  • Ein Verbot von Einweg E-Zigaretten oder zumindest ein wirksames Pfand sowie
  • Kennzeichnungspflicht für Batterien.

Das gemeinsame Positionspapier steht im Anhang als Download zur Verfügung. An dem gemeinsamen Positionspapier sind neben dem BDE die Verbände Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV), Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) und Verband Deutscher Metallhändler und Recycler (VDM) sowie die drei Feuerwehrverbände Bundesverband Betrieblicher Brandschutz Werkfeuerwehrverband Deutschland e. V., Deutscher Feuerwehrverband e. V. und Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. beteiligt. (gg/tm)

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