Österreich: Gefährliche Abfälle illegal deponiert
Auch Batterien und Knopfzellen – hier ein Symbolbild – sollen unter den widerrechtlich vergrabenen Abfällen sein.
©Foto: Maja Hitij/Picture Alliance/dpaDas Abfallunternehmen Häusle im österreichischen Vorarlberg hat offenbar gefährliche Abfälle über einen längeren Zeitraum unerlaubt vergraben. Wie das Onlineportal derstandard.at berichtet, habe Thomas Habermann, seit Dezember Geschäftsführer der Firma Häusle, vor der Presse erklärt, dass illegale Deponien mit „problematischen Stoffen“, sprich gefährlichen Abfällen, gefunden wurden. Rund 40 Tonnen Material, durchsetzt mit Batterien und Knopfzellen, hätten die behördlich kontrollierten Schürfungen zum Vorschein gebracht. Habermann erweiterte nach Informationen des Portals die Selbstanzeige und lässt nun durch externe Experten überprüfen, ob alle Anlagen bescheidkonform betrieben werden.
Verantwortliche gesucht
Mehrere Labors wurden vom Unternehmen, dem Amt der Landesregierung und der Staatsanwaltschaft mit der Prüfung beauftragt. Das Abfallwirtschaftszentrum mit all seinen Anlagen, den genehmigten und illegalen Deponien liegt unweit einer geschützten Riedlandschaft, der Dornbirner Ache und des Rheins. Die illegalen Handlungen sollen mindestens bis ins Jahr 2005 zurückgehen. Damals waren laut Mitteilung noch die landeseigenen Vorarlberger Kraftwerke Eigentümer.
Wer bei Häusle für die Missstände verantwortlich ist und wer davon profitiert hat, müssen nun Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft klären. Habermann: „Wir vermuten, dass es einige Verantwortliche, einige Beteiligte und einige Mitwisser gegeben haben muss.“ Die Geschäftsleitung bereite Schadenersatzklagen vor. (gg/gh)
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