Schwerpunkt des Monats September 2017

Gefahrgut im Versandhandel

07.09.2017 Fachbeitrag

Messe Interpack: Mit UN-Zulassung

Auf der Messe InterPack gab es Anfang Mai in Düsseldorf interessante Lösungen für die Verpackung gefährlicher Güter zu sehen.
Interpack Schütz IBC gh 1200

Doppelter Schutz durch Stahlummantelung: Der Ecobulk SX-D von Schütz.

©Foto: Rudolf Gebhardt

Die IBC-Produktstudien Varioline und Compactline stießen auf großes Interesse am Stand von Werit. Das Modell Varioline kann nach dem Mehrkammerprinzip wahlweise mit zwei, drei oder vier Innenbehältern mit einem Füllvolumen von 240 oder 490 Litern ausgestattet werden. Er lässt sich rekonditionieren und wiederverwerten. UN-Zulassungen und diverse Zertifikate sind durch den Rohrrahmen auf Grundlage des 1000-Liter-IBC ebenfalls möglich, hieß es am Messestand.

Der Compactline ist mit 300 Litern der kleinste IBC von Werit. Er ist in erster Linie für schnell zu verarbeitende, sensible Flüssigkeiten vorgesehen und ebenfalls leicht zu reinigen und gut zu rekonditionieren. Er muss nicht zusätzlich foliert werden, wie andere Gebinde in dieser Größenordnung. Der kleine Container kann darüber hinaus mit dem 600- und dem 800-Liter-IBC gestapelt werden. UN-Zulassungen und Zertifikate sind auch bei dieser Version möglich.

Im Rahmen des in Düsseldorf erstmals abgehaltenen Rekonditionierertags stellte Werit sein neues Loop-System vor, das auf den jeweiligen Kunden unter Einbeziehung eines regionalen Rekonditionierers zugeschnitten ist. Die kostenlose Rücknahme des IBC über das Packone-Ticket ist dabei unabhängig von Hersteller und Bauart gewährleistet. „Das Werit-Loop-System arbeitet mit einem internationalen Netzwerk an kompetenten Rekonditionierern", erklärt Market Manager Rekonditionierung Hartmut Müller bei der Präsentation. Der geschlossene Kreislauf (Closed Loop) regelt die Abholung sowie die Reinigung oder das Rebottling für eine erneute Verwendung (Recoline). Beim offenen Kreislauf (Open Loop) wird ebenfalls eine kostenlose Abholung geregelt, aber auch die Lieferung von neuen Werit-IBC bei gleichzeitiger Reduzierung des Einkaufspreises.

IBC mit Stahlmantel

Eines der Highlights der Firma Schütz war der neue Ecobulk SX-D. Der Innenbehälter dieses IBC mit 1000 Liter Volumen hat neben dem klassischen Gitterkorb eine komplette Stahlummantelung. Fest verschweißt mit der Bodenwanne, bildet diese doppelwandige Konstruktion einen zusätzlichen Auslaufschutz. Zudem habe das Unternehmen Underwriters Laboratories den Container gemäß US-Feuerschutzrichtlinie NFPA 30 mit positivem Ergebnis getestet, hieß es bei Schütz. Der SX-D könne daher mit leicht entzündlichen Flüssigkeiten befüllt sowie in den EX-Zonen 1 und 2 eingesetzt werden.

Im SX-D, so die Mitteilung weiter, könnten auch sensible Güter wie etwa Toluoldiisocyanat (TDI) abgefüllt werden. Bislang verwende man für solche Produkte meist kleinere Gebinde, um die Schäden bei unerwünschtem Austritt gering zu halten. Aus Sicherheitsgründen befinden sich zudem alle drei Öffnungen am Oberboden des IBC, geschützt durch Stahldeckel.

Mit einer virtuellen 3-D-Demo hat Huber Packaging den Messebesuchern sein automatisches Verschließsystem Top Expand vorgeführt. Die Interessenten erhielten einen realistischen Einblick in die Verschließanlage für Spannringgebinde. Insgesamt, so war von Maketingleiter Bernhard Kürschner zu hören, stehen Weißblechverpackungen von 2,5 bis 30 Liter Inhalt in sieben verschiedenen Durchmessern für Top Expand zur Verfügung, alle mit einer UN-Zulassung für gefährliche Güter.

Für flüssige Stoffe hat Schoeller Allibert den UN-zertifizierten IBC „TankGo“ entwickelt. Dank dicker Wände und einem abgerundeten Design ist er stoßfest und sehr robust. Mit Hilfe eines Sicherheitsventils lässt er sich komplett entleeren. Vier Erhöhungen auf der Oberseite schützen nicht nur die verschraubbare Abdeckung, sie sorgen auch dafür, dass die Behälter sicher gestapelt werden können. „Wir bieten den TankGo in drei Größen an: Mit einem Fassungsvermögen von 500, 800 oder 1000 Litern“, erklärte Account Managerin Elif Kaplan auf der Messe.

Der neue Fünf-Liter-Lite-Kanister von AST ist UN-geprüft und geeignet für Flüssigkeiten der Verpackungsgruppe II mit einer spezifischen Dichte von bis zu 1,4. Das geringe Leergewicht – nur 130 Gramm in der UN-zertifizierten Version – erleichtert die manuelle Handhabung. Der kleine Kanister (186 x 134 x 283 Millimeter) bietet ein relativ großes Etikettenfeld und besitzt laut Hersteller eine hohe Verwindungssteifigkeit.

Das bekannte Palettenfass von AST ist nun auch in einer erhöhten Ausführung mit 135 Litern Inhalt lieferbar, um die maximale Ladehöhe in Seecontainern auszuschöpfen. Mit Weithalsöffnung und rechteckigem Design nutzt es zudem den Platz auf der Palette optimal aus. Auf Wunsch liefert AST die Fässer abfüllfertig auf Paletten an, die Deckel können mit einer Belüftungseinrichtung ausgestattet werden.

Auer Packaging hat sein Sortiment im Bereich kleinvolumiger Kunststoffverpackungen mit stapelbaren, lebensmittelechten Schraubdosen in verschiedenen Größen erweitert. Ein Zweikomponentendeckel dichtet die Dosen ab: Einmal ist die Abdichtung in die Deckelinnenseite integriert, einmal gibt es einen separaten Innendeckel dazu. Die Dosen werden in zwei Varianten angeboten: als Schraubdose Basic oder als Schraubdose mit einem Komfortgriff, der das Tragen erleichtert und die Benutzung ergonomisch unterstützt. Die UN-Zertifizierung, so war von Auer in Düsseldorf zu hören, ist angestrebt.

Rudolf Gebhardt

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