Elektrofahrzeuge: Was tun, wenn’s brennt?
Die zunehmende Zahl der E-Autos bereitet Feuerwehren, Berufsgenossenschaften, aber auch Löschmittelanbietern Sorgen.
©Foto: picture alliance/dpa | Hauke-Christian Dittrich„Wie lösche ich ein Fahrzeug mit einem Lithium-Ionen-Akku als Antrieb? Geht das überhaupt? Was mache ich, wenn es mir nicht gelingt? Was mache ich, wenn das Fahrzeug brennt, aber nicht der Akku?“
Diese Fragen stellen sich derzeit Feuerwehren, Berufsgenossenschaften, aber auch Löschmittelanbieter angesichts aktueller steigender Zulassungszahlen von Fahrzeugen mit Elektroantrieb (Neuzulassungen in 2020 in Deutschland bis August: 77.181, Neuzulassungen in 2019: 63.281). Denn nicht nur die Zulassungszahlen steigen, sondern auch die Brandereignisse mit diesen Fahrzeugen.
Nicht kritischer als andere Brände
„Die Zahl der Feuerwehreinsätze bei Verkehrsunfällen oder Fahrzeugbränden mit Beteiligung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen nimmt aktuell zu“, lautet deshalb der Einstiegssatz eines frisch herausgegebenen Hinweisblattes des Fachbereiches Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV.
„Die Zahlen nehmen in dem Rahmen zu, wie die Zulassungszahlen zunehmen. Dadurch sind sie nicht kritischer zu beurteilen als Brände anderer Fahrzeugtypen auch“, betont Markus Egelhaaf, Unfallforscher bei der Dekra und Mitinitiator des Fünfseiters, im Gespräch mit der Redaktion GEFAHR/GUT. Dabei handele es sich bei den Zahlen um Erfahrungswerte der Brandursachenermittler, eine offizielle Statistik zu Fahrzeugbränden gebe es bis heute nicht.
Wie das DGUV-Hinweisblatt vor allem Einsatzkräften der Feuerwehren als Hilfestellung dienen kann, was Art und Farbe der Rauchwolke über die Brandursache sagen und welche Informationen das Rettungsdatenblatt liefert, lesen Abonnenten von fokus GEFAHR/GUT im Fachbeitrag „Brandbekämpfung: Besondere Fragestellungen“ vom 1. Oktober, der auch in der Oktoberausgabe der GEFAHR/GUT erschienen ist. (gg/gh)
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