Österreichische Verbände fordern Pfand für Akkus
Im Jahr 2023 gab es laut Mitteilung mehr als 66.000 Brandeinsätze der Feuerwehren in Österreich.
©Foto: Benjamin Nolte/Adobe StockAuch in Österreich machen sich die Experten zunehmend Sorgen um die Brandvorfälle durch Lithiumbatterien. Wie der Fachbereich Eigentumsschutz im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), der Verband der österreichischen Entsorgungsbetriebe (VOEB) und der Österreichische Bundesfeuerwehrverband mitteilen, habe sich die Zahl der Brände in den Abfallwirtschaftsbetrieben der Alpenrepublik innerhalb von zehn Jahren verfünffacht. Die Verbände appellieren deshalb an die Politik, ein Pfandsystem für Akkus und Batterien einzuführen.
Im Jahr 2023 gab es laut Mitteilung mehr als 66.000 Brandeinsätze der Feuerwehren in Österreich. Laut Brandschadenstatistik (2022) würden rund 15 Prozent aller Brände in Österreich durch elektrische Energie ausgelöst. Davon entfalle zwar nur ein Teil auf Akkubrände, allerdings mit steigender Tendenz. Einsatzkräfte müssten seit Jahren vermehrt ausrücken, um Brände in Entsorgungsbetrieben zu löschen. Aber auch private Haushalte seien zunehmend von Akkubränden betroffen.
Die EU schreibe vor, so die Mitteilung weiter, bis 2030 die Sammelquote von Gerätealtbatterien auf 73 Prozent zu erhöhen. Die künftige Bundesregierung stehe damit unter Zugzwang, denn Österreich habe 2022 gerade einmal 44 Prozent erreicht. (gg/gh)
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