Großbritannien: Brände durch Lithiumbatterien sind zunehmendes Problem
Nach Aussagen der Environmental Services Association werden jedes Jahr 48 Prozent aller Müllbrände im Vereinigten Königreich durch Lithium-Ionen-Batterien verursacht, darunter viele in Elektroaltgeräten.
©Foto: Winfried Rothermel/Picture AllianceWie der britische Verlag Resource Media auf seiner Website berichtet, hat die gemeinnützige Organisation Material Focus festgestellt, dass über 600 Brände in Müllfahrzeugen und auf Mülldeponien in Großbritannien durch Batterien verursacht wurden, die nicht aus Elektrogeräten entfernt wurden. Laut Bericht wurden 58 britische Kommunalbehörden befragt, von denen 90 Prozent angaben, dass durch Batterien verursachte Brände ein „zunehmendes Problem“ darstellen. Nach Angaben von Material Focus werden dreimal mehr Brände durch Batterien im Abfallstrom verursacht als bisher bekannt.
Wenn Batterien oder Elektrogeräte, die Batterien enthalten, zusammen mit anderen Materialien in Mülltonnen oder Recycling-LKW landen, werden sie im Abfall- und Recyclingprozess zerkleinert. Die Untersuchung warnt davor, dass dadurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie durchstochen werden und sich selbst entzünden, wodurch die umliegenden trockenen und brennbaren Abfälle und Recyclingmaterialien in Brand geraten.
Der Bericht von Resource Media verweist zudem auf Aussagen der Environmental Services Association (ESA), wonach jedes Jahr 48 Prozent aller Müllbrände im Vereinigten Königreich durch Lithium-Ionen-Batterien verursacht werden. Dies verursache jährlich Kosten in Höhe von etwa 158 Millionen Pfund (rund 182 Millionen Euro) für Abfallunternehmen, Feuerwehren und die Umwelt. (gg/gh)
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