Umschließungen satt
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Den Löwenanteil der Messefläche in Düsseldorf belegen mit zehn Hallen die Unternehmen, die Prozesse und Maschinen für das Verpacken anbieten, gefolgt von den Packstoffen, Packmitteln und der Packmittelherstellung in mehr als vier Hallen. Ein Wachstum gegenüber 2008 konnten die Prozesse und Maschinen für Süß- und Backwaren verbuchen: Die entsprechenden Unternehmen füllen nun die Hallen 1 bis 4 komplett. Einzelne Aussteller aus allen Angebotsbereichen werden sich im Freigelände der Messe präsentieren.
Nachhaltigkeit steht ganz oben
Erstmals stellt die Mauser-Gruppe in Düsseldorf die neuesten Entwicklungen im Rahmen ihres Sustainability-Programms vor. Der Verpackungskonzern will den Messebesuchern zeigen, wie ihre Unternehmen durch fortschrittliche Verpackungslösungen gleichermaßen ökonomische Vorteile erhalten. Das Nachhaltigkeitsangebot basiert auf den fünf Säulen „Renew“, „Reduce“, „Recollect“, „Reuse“ und „Recycle“, die vom verantwortlichen Einsatz von Energien und Rohstoffen bis zur Wiederverwertung die gesamte Wertschöpfungskette umfassen. Die unter dem Namen Eco-Cycle zusammengefasste Strategie ermöglicht es laut Mauser, den kompletten Produktlebenszyklus einer Industrieverpackung nachhaltig zu gestalten – von der Herstellung über die Rücknahme bis zum Recycling.
Mit dem Messemotto „Schütz: Innovative. Reliable. Sustainable“ setzt auch der Verpackungshersteller aus Selters im Westerwald auf das Thema Nachhaltigkeit. Schütz möchte laut eigenem Bekunden die Interpack nutzen, um den Kunden und Interessenten die Fakten und Inhalte zu vermitteln, die dies belegen. Den Standbesuchern will das Unternehmen zeigen, wie man mit dem IBC als Logistiktool über 50 Prozent der Kosten über die gesamte Lieferkette gegenüber anderen Verpackungs- und Logistiklösungen senken kann.
Hier spielt unter anderem der Schütz-Ticket-Service eine wichtige Rolle, der im Rahmen eines kostenlosen Rückholservice gebrauchte, entleerte IBC zurückführt und wiederaufbereitet. Mit dem Relaunch seines Rückhol- und Rekonditionier-Service will Schütz demonstrieren, wie die Rückholung seiner IBC schnell, flexibel, nachhaltig und weltweit erfolgt. Zu den Entwicklungen und Produktlösungen im IBC-Bereich gehören zum Beispiel der neue IBC MX-EX, der durch den erstmaligen Serieneinsatz von Carbon-Nano-Tubes die altbewährte Armatur mit Erdungsblech (zur Erdung des Füllguts) ablöst.
Das komplette Sortiment an Fässern und Kanistern aus Kunststoff will Sotralentz Emballage in Düsseldorf präsentieren. Die Spundfässer sind verfügbar von 60 bis 225 Liter Inhalt, die Deckelfässer gibt es bereits ab 30 Liter Volumen. Wie der Hersteller versichert, entsprechen alle Versionen den Bestimmungen von ADR/RID und IMDG-Code für den Transport gefährlicher Güter. Gleiches gilt für die Kunststoffkanister, die in den Größen 20, 25 und 30 Liter lieferbar sind.
Sämtliche Behälter werden aus hochdichtem Polyethylen (PEHD) durch Extrusionsblasen hergestellt. Sie eignen sich laut Sotralentz zur Lagerung und zum Transport von Flüssigkeiten, dickflüssigen oder pulverförmigen Produkten in der Chemie und Petrochemie, in der Kosmetik- und Pharmabranche sowie in der Lebensmittelindustrie. Ein Sortiment an Zubehörstopfen und Kapseln vervollständigt das Angebot des Ausstellers.
Mit dem neuen Kugelhahn-Ventil für IBC stellt Werit auf der Interpack die Weiterentwicklung des bewährten Schiebehahn-Ventils vor. Hatten der Mechanismus zum Öffnen und Schließen der Schiebehahn-Version und die Verschlussplatte noch für eine leichte Verwirbelung der Flüssigkeiten beim Entleeren des Behälters geführt, bietet das neue Kugelhahn-Ventil eine barrierefreie Öffnung zum IBC-Innenbehälter. Und damit laut Hersteller ein 3-Zoll-Auslaufverhalten im 2-Zoll-Design. Wie Werit versichert, haben Versuche eine schnellere Fließgeschwindigkeit vor allem bei hochviskosen Stoffen gezeigt. Sowohl die Kugeldichtung als auch die Griffdichtung des neuen Kugelhahn-Ventils bestehen aus PTFE und erfüllen demnach alle Resistenzanforderungen. Der Sicherungsstift am Griff und die Aluplatine am Auslauf gewährleisten Originalität bis zum ersten Einsatz.
Neue Kunststoff-Deckelfässer mit 220 Liter Inhalt sowie Kanister der Serie SQR mit 20 bis 25 Liter Volumen zeigt AST Kunststoffverarbeitung auf der Messe. Die Fässer haben einen Öffnungsdurchmesser von 467 Millimetern bei einem Normalgewicht (ohne Deckel) von 6900 Gramm. Die Kanister haben einen Mündungsdurchmesser von 48 Millimetern und wiegen je nach Größe zwischen 800 und 950 Gramm. Lieferbar sind laut AST auch Sondermodelle für See-Container & CP-Paletten sowie verschiedene Sonderzulassungen wie Salpetersäure 68-70 Prozent oder Flusssäure 75 Prozent. Einfärbungen oder Prägungen sind möglich, alle Behälter sind stapelfähig und auf Palettenmaße abgestimmt.
Rund um die Metallverpackung
Der Messestand der Huber Packaging Group befindet sich innerhalb der Sonderschau „Metal Packaging Plaza“ in Halle 11. Dieser neue Treffpunkt der internationalen Metallverpackungsbranche und deren Zulieferindustrie bietet Informationen zu aktuellen Fachthemen und soll den Besuchern die Möglichkeit geben, innovative Verpackungslösungen aus Metall zu entdecken.
Bereits Anfang des Jahres konnte Huber Packaging laut eigenem Bekunden zwei Projekte mit der erfolgreichen Abnahme durch die Prüfbehörden abschließen. Ein Hersteller von Farben und Lacken hatte zwei Baureihen Eimer und Hobbocks für gefährliche Füllgüter der Verpackungsgruppe II mit einer Dichte von 1,8 g/cm³ angefragt. Die daraufhin neu zugelassenen Gebinde aus Weißblech im Volumen von 20 und 30 Litern haben Durchmesser von 280 und 328 Millimetern und können je nach Bedarf zusätzlich mit einer hoch resistenten Innenspritzlackierung ausgestattet werden. Bei dem zweiten Auftrag ging es um einen hochviskosen Stoff der Verpackungsgruppe III mit einer Dichte von 2,7 g/cm³. Zur Entwicklungsleistung gehörten die Optimierung der Blechdicken für Rumpf und Halbteile (Deckel und Böden) und die Durchführung umfangreicher Testreihen im hauseigenen Technikum.
Lösungen für die Industrie
Logistische Komplettangebote für vorwiegend flüssige Güter in unterschiedlichen Behältern sind die Spezialität der Spedition Hoyer. Der Logistikdienstleister entwickelt weltweit komplexe Lösungen vor allem für die Chemie-, Mineralöl-, Gas- und Lebensmittelindustrie. Das Unternehmen zeigt einen von rund 18.000 eigenen Intermediate Bulk Containern der neuesten Bauart. Hoyer-IBC sind aus Edelstahl und stehen für den Transport unterschiedlicher Produkte zur Verfügung. Es gibt Spezial-IBC für besonders viskose Produkte ebenso wie bis zu 120 Grad beheizbare für den Transport von Paraffinen und Wachsen und IBC mit Gefahrgutzulassung.
Zum Full Service von Hoyer gehören das komplette Fleetmanagement (auch für kundeneigene IBC), das Reverse-Planning sowie alle Werkstattleistungen einschließlich der gesetzlich vorgeschriebenen Wiederholungsprüfungen und Reinigungen. Für die Reinigungen stehen deutschland- und europaweit moderne, voll automatisierte Anlagen mit hohen Durchlaufkapazitäten zur Verfügung. Komplette Abfülldienstleistungen oder das Operating von Kundenbehältern runden das Full-Service-Angebot ab. Zudem stellt sich der Bereich Supply Chain Solutions (SCS) vor, mit dem Hoyer bereichsübergreifende Dienstleistungen wie Kontrakt-, Intra- und On-site-Logistik sowie Outsourcing und Consulting anbietet. Entsprechende Full-Service-Leistungen werden auch für Kleinbehälter (IBC) offeriert.
Auffangwannen für IBC
Durchgehende Auffangwannen passend für die Aufstellung von bis zu zwei 1000-Liter-IBC will Aricon nach Düsseldorf mitbringen. Die Wannen haben ein Stellebenenmaß von 1200 x 2000 Millimetern. Auffangraum und Stellebene sind komplett aus Kunststoff, chemikalienbeständig, laut Hersteller hoch tragfähig und für lange Einsatzzeiten ausgelegt. Die neuen Auffangwannen ergänzen die Serien mit Zulassung WRL und WRP. Sie sind wahlweise mit flachem Boden oder mit eingeformtem Staplertunnel erhältlich, in den Farben PE-Natur-transparent und Schwarz.
In neuen Größen ist auch die Serie „Auffangbehälter SBO“ von Aricon erhältlich. Der SBO ist als Überbehälter eine Sicherheitslösung für zylindrische Behälter, die Wasser gefährdende Flüssigkeiten enthalten. Der SBO hält flüssige Leckagemengen zurück. Die Serie bietet eine große Auswahl an Durchmessern und Höhen für nahezu jede Behältergröße. Erhältlich sind alle Typen in den Farben PE-Natur-transparent und Schwarz, auf Wunsch mit passendem Stülpdeckel.
Schlüsselfertige Komplettanlage
Feige Filling und die Firma Sommer stellen den Besuchern eine schlüsselfertige Gesamtanlage zum Lagern, Mischen und Abfüllen von flüssigen oder pastösen Produkten vor. Die gesamte Prozesstechnologie wird dabei aus einer Hand geliefert: von der Bevorratung über die eichgenaue Abfüllung etikettiert und palettiert auf den LKW. Neu ist auch der Hochleistungs-Eimerfüllautomat Typ 410 mit Robot-Deckelaufleger, der über das Feige-Touch-Panel zentral bedient wird. Weitere interessante Ausstellungsstücke sind der Palettenfüllautomat Typ 37, der Fassfüllautomat Typ 86 mit zwei Füllstellen, die mobile Schwenk-Palettenfüllstation Typ 16 sowie der Befüller Typ 4.
Erstmalig wird sich auch der Service von Feige auf der Interpack gemeinsam mit Haver & Boecker präsentieren. Er bietet seinen Kunden zum Erhalt der Anlagenverfügbarkeit neben den klassischen Leistungen wie Inspektion und Ersatzteildienst auch maßgeschneiderte Serviceverträge, Teleservice, E-Commerce und kundenspezifische Schulungen. Modernisierung und Anpassung von vorhandenen Anlagen an neue Einsatzbedingungen gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum. Als neueste Serviceinnovation bietet Feige die Herstellerersteichung an.
Mit dem DrumQuik 3-Port Entnahme-Anschluss (UDA - Universal Dispensing Adapter) garantiert Colder Products den Anschluss einer Pumpe an praktisch jeden Behälter. Der Adapter ist laut Hersteller sowohl für Dosiersysteme mit geringem als auch für Pumpanwendungen mit hohem Durchfluss geeignet. Er vereinfacht das Verbinden und Trennen mehrerer Chemikalienleitungen, minimiert gleichzeitig die Gefährdung durch Chemikalien und sorgt für die Sicherheit am Arbeitsplatz. Der Adapter hat ein ¾-Zoll-NPT-Außengewinde, das laut Colder an gängige Fassanschlüsse oder Flaschenkappen mit einem ¾-Zoll-Innengewinde passt. Die drei Anschlüsse des Adapters ermöglichen die Entnahme von Flüssigkeit, die Belüftung oder den Anschluss eines Inertgases (N2, CO2 oder Luftbeaufschlagung zur Entnahme) und sind – falls erforderlich – für den Zirkulationslauf nutzbar. Der Adapter ist für Einsätze im chemischen Bereich konzipiert wie etwa die Entnahme von sterilen pharmazeutischen Medien, den Transfer von Laborchemikalien, die Herstellung von Parfüm, Speiseöl und Aromastoffen, das Mischen von Farben und Beschichtungen sowie alle Arten von Großwäschereien und chemischen Industrie-Anwendungen.
Rudolf Gebhardt
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