Lithiumbatterien

02.04.2020 Fachbeitrag

Vorschriften: Das Dutzend voll | Regulations: An even dozen

Die Vorschriften für Lithiumbatterien zur Beförderung im Straßen-, Schienen- und im Seeverkehr haben eine Konstante: sie ändern sich dauernd. | The only thing that is constant about the provisions for the transport of lithium batteries by road, rail and sea is that they are constantly changing.

Ab 2021 gilt die SV 390 für Kombinationen aus Lithiumbatterien in Ausrüstungen als auch Lithiumbatterien, die mit Ausrüstungen verpackt sind. | SP 390 will apply from 2021 for combinations of lithium batteries contained in the equipment and lithium batteries packed with equipment.

©Foto: Susanne Schwarzenböck

Die Vorschriften für die Beförderung von Lithiumbatterien und von Geräten, die solche Batterien enthalten, unterliegen einer permanenten Überprüfung. Das zieht alle zwei Jahre Änderungen nach sich. Einerseits, um Verbesserungen und Erleichterungen einzuarbeiten. Andererseits erfordern technische Entwicklungssprünge wie auch neue Anwendungsfälle Lösungen und klare Angaben, vor allem bei der Kennzeichnung und Dokumentation.

Ein Beispiel: mit den Vorschriften ab 2021 wird eine neue Sondervorschrift – die mittlerweile 12. zu dem Thema – ins Recht übernommen. Die SV 390 gilt dann für den Fall, bei dem ein Versandstück eine Kombination enthält aus Lithiumbatterien in Ausrüstungen als auch Lithiumbatterien, die mit Ausrüstungen verpackt sind.

Im Luftverkehr war dieser Umstand schon länger geregelt, die anderen Verkehrsträger ziehen nun nach. Trotzdem bleibt es – aus welchen Gründen auch immer – bei Unterschieden. So muss im See- und Luftverkehr neben die UN-Nummer auch der Proper Shipping Name auf das Versandstück geschrieben werden, nicht nur ins Beförderungspapier wie im Straßen- und Schienenverkehr. Sind Lithiumbatterien im Spiel, kann es so aussehen, dass auf dem Versandstück beispielsweise zwei Mal die gleiche UN-Nummer 3091 stehen muss, einmal mit dem Hinweis: „Lithium-Metall-Batterien, mit Ausrüstungen verpackt“ und einmal mit dem Hinweis „Lithium-Metall-Batterien, in Ausrüstungen verpackt“. Der Gesetzgeber will es hier ganz genau wissen. Warum dann nicht im Straßenverkehr?

Daniela Schulte-Brader


The provisions for the transport of lithium batteries and devices containing such batteries are subject to continuous review.

This entails amendments every two years: on the one hand, to incorporate improvements and simplifications; and on the other hand, to provide the required clarifications for technical leaps in development as well as new use cases, especially when it comes to labelling and documentation.

For example, the provisions will include a new special provision – meanwhile the 12th regarding this matter – that will be incorporated into law as from 2021: Special provision 390 will apply when a package contains a combination of lithium batteries contained in the equipment and lithium batteries packed with equipment.

This has long been provided for in air transport; the other modes of transport will now follow suit. However, there are still differences for some reason. In sea and air transport, for example, the proper shipping name must be included with the UN number on the package itself and not only on the waybill as in road and rail transport.

In the case of lithium batteries, the package may appear to bear the same UN number twice, since it must then include the notice ‘UN 3091 LITHIUM METAL BATTERIES PACKED WITH EQUIPMENT’ as well as ‘UN 3091 LITHIUM METAL BATTERIES CONTAINED IN EQUIPMENT’. The legislator wants to know exactly what’s inside. So why not in road transport too?

Daniela Schulte-Brader

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