IBC: Angesagte Käfighaltung
Metall-IBC gibt es in kubischer und zylindrischer Form.
©Foto: Schäfer Container SystemsSpricht man über Kombinations-IBC, ist in den allermeisten Fällen ein Großpackmittel für flüssige Stoffe mit Außenkäfig aus Metall oder Kunststoff und einer Innenblase aus starrem oder flexiblem Kunststoff gemeint. Der UN-Code für diese Behälter lautet gemäß Unterabschnitt 6.5.1.4.3 ADR 31HZ1 oder 31HZ2, wobei der Buchstabe Z für die Werkstoffe steht, aus denen der Käfig gefertigt ist, etwa Stahl (A), Aluminium (B) oder Kunststoff (H).
Diese Form des Kombi-IBC haben alle Anbieter im Programm, wie eine aktuelle Umfrage der Gefahr/gut-Redaktion bei Herstellern, Händlern und Rekonditionierern ergeben hat (siehe auch die Marktübersichten in der Rubrik Arbeitshilfen). Deutlich seltener sind Kombi-IBC für feste Stoffe zu finden (11HZ1, 11HZ2), und nur wenige Firmen offerieren Großpackmittel für feste Stoffe, die unter Druck befüllt und entleert werden (21HZ1, 21HZ2). Bei gut der Hälfte der insgesamt 27 Unternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, gehören zudem Behälter in ableitfähiger Ausführung zum Portfolio.
Die häufigste Form: außen Käfig aus Metallstreben, innen Blase aus Kunststoff.
©Foto: MaschioPackEbenfalls mehr als die Hälfte der Firmen sind als Rekonditionierer tätig, haben also eine Zulassung für die Reparatur und Wartung von IBC. So gibt beispielsweise die Bayern-Fass-Gruppe an, zu der Bayern-Fass und Rhein-Fass gehören, im Rahmen des Recobulk-Programms rekonditionierte Schütz-Container in originaler Herstellerqualität anbieten zu können. MaschioPack hat mit dem „BackTicket“ ein Rückholsystem für gebrauchte IBC installiert, ebenso wie Mauser über seine Tochterfirma NCG Europe. Werit bietet seinen Kunden in Farbe und Beschriftung individuell gestaltbare Blasen sowie auf Kundenwunsch abgestimmte Entnahmesysteme an. Ersatzteile wie Verschlüsse, Auslaufhähne, Adapter und anderes Zubehör sind bei verschiedenen Lieferanten erhältlich.
Ein Gitternetz bildet den Käfig bei Kombi-IBC von Sotralentz.
©Foto: SotralentzStabil in Metallausführung
Ist Langlebigkeit und Stabilität der Gefahrgutverpackung besonders gefragt, greifen Anwender gerne zu IBC aus Metall, in ADR 6.5.1.4.3 unter 11/21/31A (Stahl), 11/21/31B (Aluminium) und 11/21/31N (anderes Metall) gelistet (siehe Rubrik Arbeitshilfen). Diese Behälter sind bei manchen Anbietern auch im Miet- oder Leasingmodell verfügbar, wie die Umfrage gezeigt hat.
Einige Firmen offerieren die Metallbehälter nicht nur für Transport und Lagerung, sondern auch für die mobile Versorgung von Arbeitsmaschinen mit Kraftstoff. Dann sind sie in der Regel mit Pumpe, Zählwerk und Abgabeeinrichtung ausgestattet und besitzen eine Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik DIBt.
Metall-IBC eignen sich darüber hinaus für die Beheizung und den Einsatz von Rührwerken, vor allem bei Behältern in zylindrischer Form.
Rudolf Gebhardt
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