Neue UN-Nummern für Lithiumbatterien nicht vor 2029
Die neuen UN-Nummern sollen künftig auch die verschiedenen möglichen Zustände von Lithiumbatterien abbilden.
©Foto: Daniela Schulte-Brader | TECVIA GmbHSchon im Januar dieses Jahres war auf der Fachkonferenz Lithiumbatterien in Göttingen zu erfahren, dass in den internationalen Gremien für die Gefahrgutvorschriften über neue, zusätzliche UN-Nummern für Lithiumakkus debattiert wird. So hat etwa die Informal Working Group Lithium-Ion Batteries bei der UN (IWG LiB) 32 neue Nummern vorgeschlagen. Den Vertretern des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland ist diese Erweiterung allerdings noch zu wenig: Sie haben im Sub-Committee of Experts on the Transport of Dangerous Goods (UN-SCETDG) einen Vorschlag eingereicht, der 136 neue UN-Nummern für die unterschiedlichen Arten und vor allem Zustände von Lithiumbatterien vorsieht.
Allerdings wird es noch einige Jahre dauern, bis diese Pläne tatsächlich Eingang in neue verbindliche Regelungen finden werden. Denn laut Protokoll der letzten Sitzung des UN-SCETDG vom 24. Juni bis 3. Juli in Genf hat das Sub-Committee die Prüfung der entsprechenden Dokumente an die IWG LiB zurückverwiesen. Deren nächste Sitzung findet Ende August 2024 in Washington statt (siehe Kap. VI B, S. 17, Nrn. 70 – 72).
Die Arbeiten an der 24. Ausgabe der UN-Recommendations („Orange Book“), die die Basis der Regelwerke ab 2027 bilden, werden jedoch auf der 65. Sitzung des UN-SCETDG vom 25.11. bis 3.12.2024 bereits abgeschlossen. „Zu dieser Sitzung müsste ein beschlussreifes Dokument mit allen notwendigen Änderungen vorliegen. Das ist beim jetzigen Stand der Beratungen vollkommen ausgeschlossen“, ist von einem Gefahrgutexperten und Kenner der Gremienarbeit zu erfahren. Demnach sei also erst zum Vorschriftenwechsel 2029 mit den neuen Nummern zu rechnen. (gg/gh)
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