Inspektion: Nur mit Anerkennung | Inspection: Only with accreditation
Alle zweieinhalb und fünf Jahre sind IBC einer Inspektion zu unterziehen. | IBCs shall be inspected every two and a half and five years.
©Foto: Daniela Schulte-Brader/Springer Fachmedien München GmbHAlle Metall-IBC, starren Kunststoff-IBC und Kombinations-IBC müssen vor Inbetriebnahme, nach einer Wiederaufarbeitung und danach alle fünf Jahre einer Inspektion unterzogen werden. Zu inspizieren sind die Übereinstimmung mit dem Bauartmuster einschließlich der Kennzeichen, der innere und äußere Zustand sowie die einwandfreie Funktion der Bedienungsausrüstung. So ist es festgelegt in Absatz 6.5.4.4.1 ADR. Darüber hinaus verlangt dieser Absatz alle zweieinhalb Jahre eine Untersuchung lediglich des äußeren Zustands sowie ebenfalls der einwandfreien Funktion der Bedienungsausrüstung.
Werden diese IBC eingesetzt für flüssige Stoffe oder für feste Stoffe, die unter Druck eingefüllt oder entleert werden, ist laut 6.5.4.4.2 ADR zudem vor der ersten Verwendung und dann alle zweieinhalb Jahre eine Dichtheitsprüfung vorgeschrieben.
In Deutschland ist die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zuständige Behörde für die Anerkennung von Inspektionsstellen. Die BAM-anerkannten Inspektionsstellen führen die entsprechenden Prüfungen und Inspektionen an IBC durch. Zu diesem Zweck wurde die Gefahrgutregel 002 (BAM-GGR 002) formuliert. Sie beschreibt zum einen das Verfahren der Anerkennung von Inspektionsstellen und zum anderen das Verfahren der Durchführung der Prüfung und Inspektion von IBC.
Inspektionsstellen I und II
Die BAM-GGR 002 macht einen Unterschied zwischen Inspektionsstellen I und II. Das hat seinen Grund in der Historie. „Es gab viele Unternehmen, die die Inspektion beziehungsweise die Prüfung nach zweieinhalb Jahren durchgeführt haben, weil sie von der BAM hierfür nicht förmlich mit Anerkennungsbescheid anerkannt wurden. Die Voraussetzung war entsprechend erworbene Sachkunde“, erinnert sich John Bethke vom Fachbereich 3.1 Gefahrgutverpackungen der BAM.
Seit der Neufassung der BAM-GGR 002 im Jahr 2016 müssen zwar alle Inspektionsstellen förmlich anerkannt sein, doch gab es laut Bethke nach wie vor viele Firmen, die lediglich die „kleine“ Inspektion nach zweieinhalb Jahren an den eigenen/selbst verwendeten IBC durchführen wollten. Deshalb habe man die Unterteilung nach I und II eingeführt. Die ehemaligen Inspektionsstellen wurden zu Inspektionsstellen I, die ehemaligen Sachkundigen zu Inspektionsstellen II. Allerdings dürfen seit der Neufassung 2018 Inspektionsstellen II nun auch die kleine Untersuchung für andere Unternehmen vornehmen.
In erster Linie nehmen die Verwender von IBC die Dienste einer Inspektionsstelle nach zweieinhalb und fünf Jahren in Anspruch. Es steht ihnen dabei frei, einen beliebigen Anbieter aus der Liste der von der BAM anerkannten Stellen auszuwählen. „Meistens suchen sie eine Firma in der Nähe oder entscheiden nach dem Preis für die Inspektion“, weiß John Bethke. Verschiedentlich haben sich zudem IBC-Händler als Inspektionsstelle anerkennen lassen und bieten diesen Service als Dienstleistung für ihre Kunden an. Aber auch manche Prüfinstitute wie TÜV oder Dekra besitzen eine Anerkennung.
Ob sich ein Unternehmen für eigene Zwecke anerkennen lassen sollte, ist abhängig von der Zahl seiner Behälter. „Wenn eine Firma viele IBC besitzt, dann lohnt es sich für sie, die Inspektionen selbst zu machen“, sagt Bethke und ergänzt: „Zumindest die nach zweieinhalb Jahren, da hier der Aufwand für die Anerkennung geringer ist.“
Die Tabelle im Kasten „Arbeitshilfen“ rechts listet nach Postleitzahlen die Kontaktdaten der von der BAM anerkannten Inspektionsstellen I auf, die einer Veröffentlichung zugestimmt haben.
Rudolf Gebhardt
| Inspektion – Prüfung – Überwachung |
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Inspektionsstellen sind zuständig für die Inspektion bzw. Prüfung von Gefahrgut-IBC nach 2,5 und 5 Jahren gemäß 6.5.4.4 ADR. Prüfstellen führen im Rahmen der Bauartzulassung von Gefahrgutverpackungen Baumusterprüfungen an Verpackungen, IBC und Großverpackungen durch und erstellen hierüber einen Prüfbericht. Überwachungsstellen übernehmen die Fremdüberwachung der Hersteller von Gefahrgutverpackungen und kontrollieren, ob die gefertigten Verpackungen, IBC oder Großverpackungen mit der im Prüfbericht festgehaltenen Bauart übereinstimmen. |
Neben Metall- und Kombi-IBC müssen auch starre Kunststoff-IBC untersucht werden. | In addition to metal and composite IBCs, rigid plastic IBCs must also be examined.
©Foto: Daniela Schulte-Brader/Springer Fachmedien München GmbHAll metal, rigid plastics and composite IBCs must be inspected before being put into service, after remanufacture and every five years thereafter. The inspection shall be with regard to conformity to design type including marks, internal and external condition and proper functioning of service equipment, as briefly specified in 6.5.4.4.1 ADR. Moreover, this paragraph requires that the external condition and proper functioning of the service equipment be inspected every two and a half years.
If the above IBCs are used for liquids or for solids that are filled or discharged under pressure, 6.5.4.4.2 ADR also requires a leakproofness test before first use and every two and a half years thereafter, as part of the inspection.
The Federal Institute for Materials Research and Testing (BAM) is the competent authority for the accreditation of inspection bodies in Germany. The BAM-approved inspection bodies carry out the corresponding tests and inspections on IBCs. The Dangerous Goods Procedural Rule 002 (BAM-GGR 002) was formulated for this purpose. It describes both the procedure for the accreditation of inspection bodies and the procedure for the testing and inspection of IBCs.
Inspection Bodies I and II
The BAM-GGR 002 makes a distinction between Inspection Bodies I and II, the reason for which lies in the history. “There were many companies that carried out the inspection or the test after two and a half years because they were not formally accredited by BAM with a certificate of accreditation. The prerequisite was correspondingly acquired expertise,” recalls John Bethke from BAM’s Division 3.1 Dangerous Goods Packagings.
Since 2016, when the new version of the BAM-GGR 002 was published, all inspection bodies must be accredited. However, according to Bethke, there were still many companies that only want to carry out the ‘small’ inspection required after two and a half years on their own/self used IBCs. This is why the subdivision into I and II was retained in the new procedural rule. The former inspection bodies became inspection bodies I, the former experts became inspection bodies II. However, since the 2018 revision, inspection bodies II are now also allowed to carry out the small inspection for other companies.
Primarily, users of IBCs avail of an inspection body’s services after two and a half and five years. They are permitted to choose any provider from the list of bodies accredited by the BAM. “They generally either look for a company in the area or base their decision on the price of the inspection,” adds John Bethke. In addition, some IBC retailers have become accredited inspection bodies and provide this service to their customers. However, some testing institutes such as TÜV and Dekra are also accredited.
Whether a company should be accredited for its own purposes depends on the number of its receptacles. “If a company owns many IBCs, it is worth carrying out the inspections themselves,” says Bethke, adding, “At least those after two and a half years, as the effort for accreditation is lower here.”
The following table, which is sorted by postcode, lists the contact details of the Inspection Bodies I accredited by the BAM that have agreed to publish their data.
Rudolf Gebhardt
| Inspection – Testing – Monitoring |
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Inspection bodies are responsible for the inspection or testing of dangerous goods IBCs after 2.5 and 5 years according to 6.5.4.4 ADR. Test bodies carry out type tests on packagings, IBCs and large packagings and draw up a test report within the scope of the type approval of dangerous goods packagings. Monitoring bodies undertake the external monitoring of manufacturers of dangerous goods packaging and check whether the manufactured packagings, IBCs or large packagings comply with the design type recorded in the test report. |
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