BDE fordert mehr Schutz für Recyclingwirtschaft
BDE-Präsidentin und -Hauptgeschäftsführerin Anja Siegesmund.
©Foto: BDE/Marc VorwerkAm den 11. Februar 2025 hatte die Europäische Kommission offiziell ihr Arbeitsprogramm für das Jahr 2025 von der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgestellt. Das Programm umfasst sieben thematische Bereiche, darunter Kreislaufwirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit.
Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) begrüßt grundsätzlich das Arbeitsprogramm. Es seien jedoch dringend konkrete Maßnahmen zum Schutz der Recyclingwirtschaft gefordert. Brände durch falsch entsorgte Batterien und unfaire Plastikimporte bedrohen die Branche in ihrer Existenz, so der Verband. Ohne schnelles Handeln drohe der EU ein massiver Rückschritt bei Recycling und Kreislaufwirtschaft, hieß es.
Besonders problematisch seien die zunehmenden Brände in Recyclingbetrieben, die durch falsch entsorgte Lithium-Ionen-Batterien ausgelöst werden. Immer wieder würden Anlagen in Flammen geraten, weil Batterien unbemerkt im Abfall landen. Die Konsequenzen seien gravierend: "Versicherungen weigern sich zunehmend, Betriebe abzusichern. Das bringt viele Unternehmen in existenzielle Not", erklärte Anja Siegesmund, Präsidentin und Hauptgeschäftsführerin des BDE.
Der BDE drängt auf schnelle Maßnahmen der EU-Kommission. Beispielsweise könnte ein europaweites Batteriepfandsystem Fehlwürfe und Brände in Recyclinganlagen verhindern, während strengere Kontrollen für Kunststoffimporte einen fairen Wettbewerb sichere, so Siegesmund. (gg/tm)
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