BAM untersucht Sicherheit von Lithium-Ionen-Batterien
Mikroskopische Aufnahme der positiven Elektrode einer Lithium-Ionen-Zelle.
©Foto: BAMDie Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) erforscht gemeinsam mit Partnern aus Italien und Frankreich die Sicherheit von Nanomaterialien in Lithium-Ionen-Batterien (LIBs). Ziel im Rahmen des Projektes "Nano-SaNE" ist es, verlässliche Bewertungen möglicher Risiken bei Herstellung, Nutzung und Entsorgung zu entwickeln – damit neue Batterien leistungsfähig und zugleich sicher bleiben, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Bundesanstalt.
Nanomaterialien könnten einerseits die Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien stark verbessern, indem sie die Energiedichte der Elektroden erhöhen, Ladezeiten verkürzen und die Lebensdauer der Batterien insgesamt verlängern. Andererseits bestehe die Möglichkeit, dass sie bei der Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Batterien freigesetzt werden und möglicherweise gesundheitsschädlich seien. Zudem gebe es Hinweise, dass sie das Risiko für ein Thermisches Durchgehen – einer gefährlichen Kettenreaktion mit Flammenbildung oder gar einer Explosion der Batterie – erhöhen könnten.
Insgesamt sollen umfassende Sicherheitsbewertungen für Nanomaterialien in LIBs entwickelt werden. Dabei würden sowohl ihre Synthese und Charakterisierung, die Integration in Batteriezellen sowie das Verhalten unter extremen Bedingungen wie Überhitzen oder Überladen untersucht. Ein besonderer Fokus liege auf der Analyse der bei einem Thermischen Durchgehen freigesetzten, hieß es. (gg/tm)
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