BAM entwickelt Referenzmaterial für Kathoden von Lithium-Ionen-Akkus
Das neue Nickel-Mangan-Cobalt-111-Kathodenmaterial erlaubt es laut BAM insbesondere, den Anteil von Kobalt zu bestimmen und zu optimieren.
©Foto: BAMDie Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) hat das nach eigenen Angaben weltweit erste zertifizierte Referenzmaterial für Kathodenmaterial von Lithium-Ionen-Akkus entwickelt. Es erlaube, so die BAM, die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung im Bereich der derzeit leistungsstärksten und erfolgreichsten Batterietypen weiter voranzutreiben. Gleichzeitig ermögliche es, Recyclingverfahren zu verbessern und damit Recyclingquoten, wie sie die künftige EU-Batterieverordnung vorschreibt, einzuhalten.
Das neue Referenzmaterial besteht laut einer Pressemitteilung der Bundesanstalt aus Nickel-Mangan-Cobalt-111-Kathodenmaterial, welches in Lithium-Ionen-Systemen verbaut ist. Es könne künftig als verlässlicher Maßstab für die Charakterisierung und Bewertung von Kathodenmaterial des Nickel-Mangan-Cobalt-Typs dienen. Insbesondere eröffne es die Möglichkeit, den Anteil von Kobalt, des teuersten Kathodenmaterials, zu bestimmen und zu optimieren. Erhältlich ist es im BAM-Webshop.
Besondere Bedeutung, so die Mitteilung weiter, erlange das Referenzmaterial durch die vom EU-Parlament kürzlich beschlossene neue EU-Batterieverordnung. Sie schreibt nach einer Übergangszeit feste Recyclingquoten für Bestandteile von Lithium-Ionen-Batterien vor. Das Referenzmaterial der BAM soll es Recycling-Unternehmen erleichtern, hochwertige Kathodenmaterialien wie Cobalt, Nickel und Mangan in Altbatterien zu identifizieren, sie zu sortieren und auf ihre Qualität und Wiederverwendbarkeit im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft zu überprüfen. (gg/gh)
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