ZVEI: Batteriestandort Deutschland wächst schnell
Der deutsche Batteriemarkt hat laut ZVEI seit 2013 sogar um 69 Prozent zugelegt.
©Foto: ZVEI„Der deutsche Batteriemarkt befindet sich im Aufwärtstrend. Wir verzeichnen sehr hohe Importzahlen von Lithium-Ionen-Zellen, doch auch der Markt für Bleibatterien wächst stetig“, sagte Christian Eckert, Geschäftsführer des Fachverbands Batterien im ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, am 13. Juni anlässlich eines Pressegesprächs von ZVEI und Eurobat – Verband der europäischen Hersteller von Autobatterien, Industrie- und Energiespeicherbatterien.
Seit 2016 ist der deutsche Batteriemarkt laut ZVEI um knapp 420 Millionen Euro (+ 15 %) auf insgesamt 3,3 Milliarden Euro Ende 2018 gewachsen. Zwischen 2013 und 2018 habe der Markt um 69 Prozent zugelegt. Die Volumina der Märkte für Lithium-Ionen-Batterien (1,19 Mrd. Euro), Bleibatterien (1,08 Mrd. Euro) und sonstige Technologien (1 Mrd. Euro) – darunter Zink-Luft, Lithium-Knopfzellen und Nickel-Cadmium – zeigen nach Ansicht des Zentralverbands, wie stark nachgefragt die verschiedenen Technologien sind.
Treiber der hohen Nachfrage sind die von der Politik formulierten Klimaziele, so die Mitteilung des Verbands. Batterien gewönnen bei der Elektrifizierung der Mobilität und der Speicherung erneuerbarer Energien zunehmend an Bedeutung. So verfügten rein elektrisch betriebene Fahrzeuge in der Regel sowohl über eine Lithium-Ionen-Batterie als auch über eine Bleibatterie. Batterien böten zudem Speichermöglichkeiten für Energie und stabilisieren die Stromnetze. Als Schlüsseltechnologie seien Batterien für die Minderung der Treibhausgase im europäischen Energiesystem essenziell.
Das Marktvolumen von Lithium-Ionen-Batterien habe sich seit 2013 mehr als versechsfacht, was vor allem auf das hohe Wachstum der Importe nach Deutschland zurückzuführen sei. „Das Importvolumen von Lithium-Ionen-Zellen und -Batterien war 2018 mehr als viermal so groß wie 2013“, erklärte Eckert. „Allerdings werden die Zellen aus Asien erst in Deutschland zu fertigen Batterien konfektioniert. Das Know-how haben wir hierzulande“, betonte er.
Die Produktion von Batterien in Deutschland wuchs laut Angaben des Zentralverbands zwischen 2016 und 2018 um über 250 Millionen Euro auf knapp 2,4 Milliarden Euro, was einer Steigerung von über 12 Prozent entspricht. Der Export von Batterien sei im Jahr 2018 auf 3,3 Milliarden Euro angewachsen. Lithium-Ionen-Batterien waren demnach im Zeitraum von 2016 bis 2018 für zwei Drittel des Exportwachstums aller Batteriesysteme verantwortlich, doch mit einem Volumen von knapp 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2018 war die Bleibatterie weiterhin das stärkste Batterie-Exportgut. (gg/gh)
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