Vorfälle mit Lithiumbatterien: ACP gibt Leitfaden für Ersthelfer heraus
Zu den im Leitfaden behandelten Gefahren gehören Brand, Explosion, Lichtbogen, Schock und giftige Chemikalien. Im Bild ein Brandtest mit Lithiumbatterien.
©Foto: Martina Berg/AdobeStockDie American Clean Power Association (ACP) hat einen Leitfaden für Ersthelfer bei Zwischenfällen mit Energiespeichersystemen (ESS) in englischer Sprache herausgegeben. Der Leitfaden bezieht sich speziell auf ESS mit Lithium-Ionen-Batterien, aber einige Elemente können auch für andere Technologien gelten. Zu den behandelten Gefahren gehören Brand, Explosion, Lichtbogen, Schock und giftige Chemikalien.
Für die Zwecke dieses Leitfadens wird davon ausgegangen, dass ein Betrieb der NFPA 855 [B8]1 (National Fire Protection Association) in der Fassung von 2023 unterliegt und eine Batterie in einer Reihe von Außengehäusen mit einer Gesamtenergie von mehr als 600 kWh untergebracht ist, wodurch Anforderungen für eine Gefahrenabwehranalyse (HMA), Brand- und Explosionsprüfungen gemäß Sicherheitsstandard UL 9540A [B14], Notfallplanung und jährliche Schulungen ausgelöst werden. (Der International Fire Code (IFC) 2021 [B2] beinhaltet laut ACP Formulierungen, die weitgehend mit NFPA 855 harmonisiert wurden, so dass die Anforderungen ähnlich sind).
Der Leitfaden enthält Empfehlungen für die Planung vor einem Vorfall und die Reaktion auf einen Vorfall. Für jede der Gefahrenkategorien werden zusätzliche Anleitungen gegeben. Das Literaturverzeichnis enthält Verweise auf geltende Vorschriften und Normen sowie auf andere interessante Dokumente.
Die ACP vertritt nach eigenen Angaben über 800 Unternehmen aus den Bereichen Energiespeicherung, Windkraft, Solarenergie, grüner Wasserstoff und Stromübertragung. (gg/gh)
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