Versand defekter Batterien: FAA fordert 120.000 US-Dollar Strafe von UPS
Laut FAA hatte UPS die defekten Batterien im November 2018 weder ordnungsgemäß verpackt noch die erforderlichen Dokumente und Kennzeichen beigefügt.
©Foto: Oliver Berg/Picture Alliance/dpaDie Federal Aviation Administration (FAA) des US-Verkehrsministeriums schlägt eine Zivilstrafe in Höhe von 120.000 US-Dollar gegen den Logistikdienstleister UPS vor, weil das Unternehmen angeblich gegen die Gefahrgutvorschriften verstoßen habe. Das geht aus einer Pressemitteilung der Behörde hervor.
Die FAA wirft UPS vor, in seiner Funktion als Versender am 15. November 2018 seinem Tochterunternehmen UPS Airlines wissentlich eine Sendung mit beschädigten Lithiumbatterien zum Lufttransport von Ontario nach Louisville angeboten zu haben. Als UPS-Mitarbeiter in Louisville den Inhalt der Sendung untersuchten, stellten sie nach Angaben der Behörde fest, dass diese mehrere lose verpackte Lithiumbatterien enthielt, die beschädigt waren und keinen Schutz gegen Kurzschluss hatten. Zudem hätten sich mehrere davon in einem reaktiven Zustand befunden, so die FAA. Lithium-Ionen-Batterien, die beschädigt, defekt und geeignet sind, eine gefährliche Hitzeentwicklung zu erzeugen, sind für den Lufttransport auf Fracht- und Passagierflugzeugen verboten.
Die FAA beanstandet, dass die Sendung nicht ordnungsgemäß verpackt war, dass ihr keine Versendererklärung für gefährliche Güter beigefügt war und dass sie nicht ordnungsgemäß beschrieben, gekennzeichnet oder etikettiert wurde, um die gefährliche Natur ihres Inhalts anzuzeigen. Zudem habe es UPS versäumt, der Sendung Informationen über Notfallmaßnahmen beizufügen. Der Logistiker hat nach Erhalt des Vollstreckungsschreibens der FAA nun 30 Tage Zeit, um der Behörde zu antworten. (gg/gh)
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