Treffpunkt der Packmittelwelt
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Der Andrang ist wieder einmal groß: Auf der Verpackungsfachmesse Interpack vom 8. bis zum 14. Mai erwartet die Messe Düsseldorf etwa 2700 Aussteller aus den Bereichen Nahrungsmittel und Getränke, Süß- und Backwaren, Pharma und Kosmetik, Non-Food Konsumgüter, Industriegüter und verwandte Services. Die Unternehmen kommen aus 60 Ländern und belegen 174.000 Quadratmeter Nettofläche.
Die Interpack untermauert ihre Rolle, indem sie den Besuchern neben dem Angebot der Aussteller innovative Sonderthemen bietet. Mit der „components for processing and packaging“ kommt in diesem Jahr eine Veranstaltung für die Zulieferindustrie der Verpackungsbranche hinzu: 75 Unternehmen, die Antriebs-, Steuer- und Sensortechnik, Produkte zur industriellen Bildverarbeitung, Handhabungstechnik, industrielle Software und Kommunikation sowie komplette Automatisierungssysteme für Verpackungsmaschinen anbieten, stellen in der Düsseldorfer Stadthalle im Congress Center Süd (CCD Süd) aus. Die „components“ findet an den ersten drei Tagen der Messe im Congress Center Süd (CCD Süd) statt.
Zum zweiten Mal durchgeführt wird die Metal Packaging Plaza. Das von dem Verband Metallverpackungen (VMV) und der europäischen Interessenvertretung der Hersteller von Metallverpackungen, Empac, ausgerichtete Sonderthema wird gut 40 Aussteller in Halle 11 versammeln. Erstmals sind unter Beteiligung des Verbandes der Verpackungsstahlhersteller, APEAL, Weißblechproduzenten wie ThyssenKrupp Rasselstein oder ArcelorMittal als Aussteller dabei.
Auch für die Verpackung gefährlicher Güter sind einige Neuheiten zu erwarten. So hat etwa die Firma AST in Zusammenarbeit mit einem führenden Rohstoffproduzenten einen neuen Rohstoff und eine neue Kanister-Modellreihe entwickelt. Die ersten Modelle wurden 2013 in den Größen 10, 20 und 25 Liter eingeführt, auf der Interpack 2014 will AST die gleiche Technologie für die Größen 5, 12 und 22,5 Liter präsentieren. Der neue Rohstoff macht eine Reduzierung der Einsatzgewichte möglich. Zudem hat das Material laut Hersteller bei Praxistests sehr gute Eigenschaften hinsichtlich Stapelverhalten, Formstabilität, Chemikalienresistenz und Spannungsrissbeständigkeit gezeigt.
Unterschiedliche Wandstärken
Bei CP1-Paletten wird durch die neue Kanisterform die Grundfläche optimal ausgenutzt. Die neuen Modellreihen werden in verschiedenen Wandstärken für unterschiedliche Einsatzzwecke angeboten. Alle Modelle verfügen über eine UN-Zulassung für Gefahrgut und sind lebensmittelecht. Ebenfalls neu bei AST sind Kanister mit zweitem Belüftungsverschluss für spritzfreies Ausgießen und Dosieren.
Kanister aus Kunststoff oder Weißblech für fast alle Anwendungen, mit und ohne Gefahrgutzulassung, werden am Stand der Firma Rixius zu sehen sein. Die Volumina reichen von 0,5 bis 60 Liter. Die Kanister werden mit unterschiedlichen Einsatzgewichten und Einfüllöffnungen und aus lebensmittelrechtlich unbedenklichen Rohstoffen gefertigt produziert, so der Hersteller.
Im Mittelpunkt des Messeauftritts der Firma Rothschenk steht der Anfang des Jahres eingeführte Lashing-Schnellverschluss Revolution. Im Gegensatz zu den bisher üblichen einteiligen Gurtschnallen ist dieser spezielle Verschluss als zweiteiliges Produkt konzipiert. Eine der beiden Komponenten verfügt über einen stabilen Haken. Damit werden die beiden Teile durch Einhängen verbunden und anschließend festgezurrt. Der hohe Sicherheitsstandard in der Anwendung ergibt sich aus der besonderen Form des Hakens: Es bedarf eines gezielten Abknickens um 180 Grad, um den Verschluss wieder zu öffnen.
Die beiden Hälften des Verschlusses werden mit vorkonfektionierten, bereits eingefädelten Polyestergurten geliefert. In der Praxis bedeutet das eine erhebliche Erleichterung insbesondere für Ungeübte. Die Schnellverschlüsse sind standardmäßig für 40- und 50-mm-Bänder verfügbar. Auf Wunsch kann eine Variante geliefert werden, bei welcher der Gurt an einer Schnalle festgenäht ist.
FIBC aus Kunststoff präsentiert der türkische Hersteller Cesur Ambalaj in Düsseldorf. Die Big Bags in unterschiedlichen Größen und Gewichten bestehen aus Polypropylen und sind lieferbar in der Standardversion mit seitlichen Ösen, als ableitfähige Big Bags, mit einer oder zwei Ösen sowie als FIBC mit UN-Zulassung. Darüber hinaus bietet die Firma an, alle Typen von kleinen Säcken auf Kundenwunsch zu fertigen. Als weiteres Produkt zeigt Cesur luftgefüllte Staupolster, die von der Schwestergesellschaft International Dunnage hergestellt werden.
Nachhaltigkeit im Mittelpunkt
Der Messeauftritt von Schütz steht in diesem Jahr unter dem Motto „Innovative. Reliable. Sustainable. Global.“ Damit will der Hersteller zeigen, wie sehr die Themen Nachhaltigkeit und zeitgemäße Verpackungen im Zentrum seiner Tätigkeit stehen. Schütz hat auch einige Produktneuheiten für die Interpack angekündigt, hält sich allerdings noch bedeckt, wie diese konkret aussehen werden. Auf jeden Fall sollen neue Fässer und IBC gemäß der Norm FSSC 22000 (Food Safety System Certification) zu sehen sein, und auch das 20-jährige Bestehen des Schütz Ticket Service wird zum Thema gemacht.
Neben Spund- und Deckelfässern bringt der französische Hersteller Sotralentz auch seine IBC SLX mit 820 und 1000 Liter Volumen für gefährliche Güter mit einer maximalen Dichte von 1,9 zur Messe mit. Die Behälter bestehen aus hochdichtem Polyethylen (HDPE) in einem Netzkäfig und sind ausgestattet mit Holz-, Kunststoff- oder Stahlrahmenpalette, Lichtschutz und Auslauf mit Klappen- oder Kugelhahn in verschiedenen Größen. Der Hersteller empfiehlt seine IBC für Lagerung und Behandlung von Chemie-, Petrochemie- oder Lebensmittelprodukten sowie zur Verpackung von Flüssigkeiten und pastösen Produkten.
Kubisch und zylindrisch
Aus Edelstahl fertigt der Aussteller Ucon seine IBC gemäß den Vorschriften von ADR, RID und IMDG-Code. Dazu gehört der kubische Typ LTP mit 150 bis 2000 Liter Inhalt. Der Behälter verfügt über Stapelecken mit Steg für das Einhängen von Kranhaken sowie Einfahrschutzblenden gegen Beschädigung der Auslaufarmatur durch Staplerzinken. Der tiefgezogene Boden mit direkt angeflanschter Armatur gestattet vollständiges Entleeren und leichtes Reinigen. Vergleichbares gilt für den ebenfalls kubischen IBC-Typ TP mit 250 bis 1250 Liter Inhalt. Ein robuster Transportrahmen schützt hier den Innentank, zusätzliche Querverstrebungen geben mehr Stabilität. Angeschweißte Tankfüße versprechen eine gleichmäßige Gewichtsübertragung, Gummipuffer fungieren als Schwingungsdämpfer und zur Entkopplung zwischen Tank und Transportrahmen. Ein Erdungsband sorgt für den Potenzialausgleich zwischen Behälter und Schutzrahmen.
500 bis 1100 Liter Volumen weist der zylindrische Typ IBCz von Ucon auf. Schräg gestellte Kastenfüße garantieren eine gleichmäßige Gewichtsübertragung des befüllten Behälters auf den Gestellrahmen. Nocken im Bereich der Kastenfüße zentrieren den IBC und verhindern ein Verrutschen bei horizontaler Belastung. Für die Steifigkeit des Rahmens beim Kranhandling sorgen an den Gestellstützen angeschweißte Kranösen.
Rudolf Gebhardt
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