Sicher, sauber und stabil
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"Ecostack“ nennt sich die neue Kunststoffkanister-Baureihe, die auf dem Stand von AST als Modell zu sehen war. Der entscheidende Vorteil der Serie, die voraussichtlich ab Ende des Jahres lieferbar sein wird: Auf eine Palette in den Maßen 1200 mal 800 Millimeter passen pro Lage 16 Kanister mit 20 Liter Volumen. Dies bringe gegenüber Standardkanistern mit dem gleichen Inhalt, aber nur 12 Einheiten pro Lage, eine um 25 Prozent größere Raumausnutzung und somit eine deutliche Verringerung der Logistikkosten, rechnete Verkaufsleiter Henrik Zepp in Düsseldorf vor.
Alle Ecostack-Kanister (5, 10 und 20 Liter) sind aufeinander stapelbar, wobei je drei Zehn- oder Fünf-Liter-Behälter auf zwei 20-Liter-Kanister passen. Dabei sind die Zehn-Liter-Versionen genau doppelt so hoch wie die Fünf-Liter-Ausführungen. Für hohe Stabilität sorgen zudem Stapelschienen auf den Oberseiten der Kanister, die wie Bausteine in die entsprechenden Rillen auf der Unterseite der jeweils darauf gestapelten Behälter passen.
Neuer IBC aus Bayern
Auer Packaging hat ein neues Produkt für den Transport flüssiger Güter im Sortiment. Unter der Bezeichnung „MegaBulk“ präsentierte der bayerische Hersteller von Kunststoffbehältern erstmals einen Kombinations-IBC. Der neue Container besteht aus einem geschweißten Stahlrohrrahmen, integrierter Palette und einem extrusionsgeblasenen Innenbehälter mit 1000 Liter Volumen. Er ist stapelbar und eignet sich für den Einsatz auf Förderbändern, in Hochregallagern sowie in ISO-Containern.
Die Basisversion kostet laut CEO Philipp Auer 80 Euro netto, auf Wunsch sind die IBC auch mit einer UN-Zulassung erhältlich.
Weiterentwickelt hat die Firma Schütz ihren bekannten Kombi-IBC „Ecobulk MX“. Unter anderem hat der Hersteller das Modell mit einer erhöhten Stapellastfähigkeit versehen. Es bewältigt nun, wie Schütz versichert, ein um 30 Prozent erhöhtes Gesamtgewicht im maximalen Stapeldrucktest bei deutlich minimierter Ausbauchung. Verantwortlich dafür sind die neue Gitterkorbkonstruktion mit einer optimierten Verschweißung der Rohre, ein stabileres Obergurtprofil sowie die modifizierte Vertikalrohrgeometrie.
Eine Stahlpalette als Basis des IBC sorgt für mehr Stabilität. Die Bodenwanne bietet eine größere Einfahrthöhe, was das Handling mit dem Stapler erleichtert und die Restentleerbarkeit verbessert. Die neu designten Eck- und Mittelfüße sind widerstandsfähiger gegen Beschädigungen und sicherer vor der Gefahr des Verdrehens durch unsachgemäßes Unterfahren. Zentriernocken an den Eckfüßen erhöhen die Stapelfestigkeit, da sich so die Container automatisch auf dem Obergurt des unten stehenden IBC zentrieren.
Für den besseren Auslauf besonders zähflüssiger Stoffe hat Schütz den neuen Ecobulk HX entwickelt. Dank einem schräg zulaufenden Unterboden, speziell geformtem Auslaufbereich und tief liegender Armatur beträgt die Restentleerbarkeit dieses Behälters fast 100 Prozent. Durch die große Einfüllöffnung (DN 225) können herkömmliche Rührwerke eingesetzt werden. Schütz verspricht sogar bei kleinen Restmengen von 50 Litern ein optimales Rührergebnis. Der HX ist dem weltweiten Schütz Ticket Service für Reinigung und Rekonditionierung angeschlossen. Auf Wunsch ausgestattet mit geerdeter Kunststoffpalette, soll das Modell demnächst für den Einsatz in Ex-Bereichen zugelassen sein. Der Hersteller empfiehlt den neuen IBC auch als kostengünstige Alternative zu Edelstahlcontainern.
Kombi-Stahlfass für Aggressives
Für aggressive, korrosive oder stark permeierende Produkte hat Schütz ein neues Kombi-Stahlfass mit 202 oder 205 Liter Volumen im Portfolio. Der Innenbehälter des CSF besteht aus hochreinem HDPE und wiegt je nach Volumen drei bis sechs Kilogramm. Der Fasskörper ist aus lackiertem Stahl und besitzt einen Oberboden aus verzinktem Stahl. Ein zusätzlicher G3/4-Verschluss dient zur Entnahme eingeschlossener Luft im Hohlraum.
Last not least war auch das Thema Sicherheit und Sauberkeit ein zentraler Punkt am Stand des Westerwälder Unternehmens. Für hochsensible Güter aus dem Non-Food-Bereich bietet Schütz deshalb Verpackungslösungen nach Cleancert-Standard. Nachfrage erwartet man sich seitens der Anbieter von Parfümen, Seifen und Lotions, aber auch von Herstellern von Arzneistoffen und ätherischen Ölen, wasserbasierten Lacken für Automobilzulieferer oder Spezialsilikonen in der Elektroindustrie.
Kunststoff-IBC verhindert Reaktionen
Als Prototypen hatte Werit einen Vollkunststoff-IBC nach Düsseldorf mitgebracht. Der neue Behälter soll in erster Linie für Sonderflüssigkeiten wie hochaggressive und hochreine Säuren, Laugen und Gemische geeignet sein. Reaktionen mit Metallen sind dabei ausgeschlossen, da der Container ausschließlich aus Kunststoff besteht.
Der IBC setzt sich aus einem geblasenen Innen- und Außenbehälter auf einer Kunststoffpalette zusammen. Diese Konstruktion minimiert das Risiko von Schäden durch Staplergabeln, das bei herkömmlichen Kunststoffbehältern mit Füßen wesentlich größer ist.
Die geschützten Entnahmeöffnungen befinden sich am Deckel des Behälters. Auf Wunsch soll es auch eine Entnahmearmatur geben. Der Deckel wurde so konzipiert, dass eventuell auf der Oberseite auftretende Feuchtigkeit abfließen kann. Ebenfalls vorgesehen ist ein großes Beschriftungsfeld auf dem Außenbehälter. Der Start der Serienproduktion ist für den Herbst 2014 geplant.
Weiteres Highlight am Werit-Stand war der antimikrobielle Kombi-IBC „Steriline“. Bakterien, Viren, Pilze und Algen werden nur durch spezielle Additive im Kunststoff des Innenbehälters vernichtet, laut Aussage des Herstellers über die gesamte Lebenszeit des IBC, ohne toxische Effekte oder den Einsatz von Nanopartikeln. Verfügbar sind die Behälter mit Volumen von 600 und 1000 Litern.
Auch am Stand des niederländischen Herstellers Promens war ein neuer Vollkunststoff-IBC zu sehen. Der Behälter „Varibox“ ist in den Größen 850 und 1020 Liter als FC 800 und FC 1000 in sechs verschiedenen Farben lieferbar. In zwei Lagen stapelfähig, ist der IBC für gefährliche Güter nach UN-Code 31HH1 zugelassen. Dank eines eingebauten RFID-Tags kann er entlang der Logistikkette verfolgt werden (Tracking and Tracing); durchgeführte Wartungs- und Prüfarbeiten können ebenfalls auf dem Tag gespeichert werden.
Die Varibox ist laut Promens zu 100 Prozent entleerbar. Dank automatischer Entlüftung kann dies zudem geschehen, ohne dass der Deckel abgenommen werden muss. Abläufe auf der Oberseite des IBC verhindern, dass sich dort Niederschlagswasser sammelt. Auf Wunsch kann auch das Kundenlogo auf der Außenseite eingeprägt werden.
Den Löwen schnell verschlossen
Wie auf der Messe Fachpack in Nürnberg machte Huber Packaging auch auf der Interpack mit dem „Gefahrgutlöwen“ auf sich aufmerksam, eindrucksvoller Blickfang auf den schwarz lackierten Gebinden des Feinstblechspezialisten.
Eigentliches Highlight war jedoch „FlexoClose“, eine neue Generation von Verschließmaschinen für mittlere und große Industrieverpackungen aus Weißblech (5,0-33,0 Liter). Die Anlage ermöglicht das automatisierte Verschließen von Standard-Weißblechverpackungen mit Spannringverschluss, insbesondere von Eimern und Hobbocks für Gefahrgüter. Dadurch entfällt das manuelle und kraftaufwändige Schließen von Spannringen. Die Maschine setzt den Deckel passgenau auf, öffnet den Spannring, drückt danach den Deckel fest auf den Behälter und verschließt den Spannring schließlich wieder. Zu guter Letzt wird der Spannring mit einem Plastiksplint gesichert.
Mit dem FlexoClose-System bietet Huber den Kunden auf der Personalseite ergonomische Vorteile. Hinzu kommen eine verbesserte Prozesseffizienz und damit verbundene Einspareffekte. Die modular aufgebaute Anlage kann bis zu vier verschiedene Gebindedurchmesser verschließen. Der Umrüstvorgang ist unkompliziert und dauert nur wenige Minuten, wie Marketingleiter Bernhard Kürschner versichert. Der Einsatz von FlexoClose erhöht die Leistung und Flexibilität in der Produktion und soll die abfüllenden Unternehmen in die Lage versetzen, durch die Automatisierung des Abfüll- und Verschließprozesses Rationalisierungspotenziale zu nutzen.
Fässer Stoß auf Stoß
Nur zwei Millimeter breit ist die Mantelschweißnaht der neuen Stahlfässer von Sulo Emballagen, deren Kanten per Laser auf Stoß verschweißt werden. Das spart nicht nur Material im Vergleich zum herkömmlichen Schweißverfahren, bei dem sich die beiden Blechkanten um drei Millimeter überlappen. Es entstehen auch keine scharfen Ecken, es werden nur 30 Prozent der vorher benötigten Energie verbraucht, und trotzdem ist die Schweißnaht fester als bei der alten überlappenden Version, versichert Sulo-Geschäftsführer Henry Freudenreich. Zudem entstehen bei der Umbördelung der Fassränder keine Mehrfachlagen an der Naht, da sie auf Stoß verschweißt ist.
Das neue Schweißverfahren, so Freudenreich weiter, beschädigt die Zinkschicht der vorverzinkten Bleche nicht, so dass auch innen eine Schutzlackierung nicht unbedingt erforderlich ist. Die Fässer sind also besser gegen Rost geschützt und langlebiger. Die Preise alter und neuer Ausführungen sind in etwa gleich. „Ein Kunde, der durch die Verzinkung auf die Innenlackierung verzichten kann, hat eine Kostenersparnis von rund zehn Prozent“, sagte der Sulo-Geschäftsführer auf der Messe. Die lasergeschweißten Fässer sollen ab Anfang 2015 lieferbar sein, eine Gleichwertigkeitsbescheinigung der BAM liegt laut Freudenreich vor.
Gemeinsam mit dem europäischen Dachverband Eumeps Power Parts hat die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen in Düsseldorf einen neuen Namen für ein bekanntes Material präsentiert. Expandiertes Polystyrol (EPS), besser bekannt als Styropor, heißt künftig „Airpop“. Der neue Name soll der Tatsache Rechnung tragen, dass rund 98 Prozent des Materials aus Luft bestehen. Jährlich werden in Europa laut IK etwa 300.000 Tonnen EPS zu Airpop-Verpackungen und -Formteilen für die verschiedensten Zwecke verarbeitet. Wichtigste Abnehmer sind demnach die Hausgeräte- und Elektroindustrie, die Möbelbranche sowie die Lebensmittelindustrie.
Unter das Motto „Safety 4 Your Success“ stellte der Folienspezialist Duo Plast seinen Messeauftritt. Jüngste Innovation dabei ist das Geschäftsfeld Duo Lab. Schon seit einem Jahr prüft, entwickelt und auditiert dieses Technologiezentrum für Ladungs- und Transportgutsicherung Ladungssicherungskonzepte für Versender, Speditionen und Institute. Transportbelastungen werden dort mit Hilfe moderner Prüftechnik simuliert. Ziel ist eine neutrale Prüfung und Optimierung der Kundenkonzepte, die in einem Gutachten festgehalten und auf Wunsch auch zertifiziert werden können.
Rudolf Gebhardt
Klassiker von Zarges
Nicht auf der Messe zu sehen war das bekannte Modell K470 des Weilheimer Herstellers Zarges. Die Gefahrgutumschließung ist als Kiste nach UN 4B und UN 4BV, Klasse 6.2, oder als Großverpackung nach UN 50B für alle Verkehrsträger zugelassen. Auch bei Sondergrößen verspricht das Unternehmen kurze Lieferzeiten, denn die eigene, von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung anerkannte und überwachte Prüfstelle führt individuelle Bauartprüfungen durch. Darüber hinaus zeichnet sich die K470 durch robuste und leichtgängige Griffe und Verschlüsse aus und kann optional für die Wasserdichtheit nach IP65 ausgestattet werden. Zusätzliche Stabilität bekommen die Kisten durch die Blechstärke von 1,5 Millimetern ab einer Größe von 800 mal 600 Millimetern.
Für individuelle Lösungen bietet Zarges ein umfangreiches Zubehörsortiment an. Dazu gehören Hebemittel, Clip-On-Rollen oder feste Palettenunterbauten sowie Schaumauskleidungen, die an kundenspezifische Anforderungen angepasst werden können, Verpackungskissen oder Schiebeverschlussbeutel. Zum Programm gehören auch Rahmen für die Anbringung von Wechselschildern oder Lieferscheinen sowie Schlösser. gh
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