NRW will Pfandsystem für Lithium-Ionen-Akkus
Lithium-Ionen-Akkus können bei nicht fachgerechter Entsorgung Feuer und somit hohe Schäden nach sich ziehen.
©Foto: markobe | AdobeStockAm 17. Mai 2025 kam es zu einem Großbrand in einer Müllsortierungsanlage in Swisttal NRW. Als Brandherde gelten Lithium-Ionen-Akkus, die in den Müll geraten, geschreddert und daraufhin in Brand geraten sind. Da dies kein Einzelfall ist, will der NRW-Umweltminister Oliver Krischer laut Medienberichten ein Pfandsystem für Lithium-Ionen-Akkus einführen.
Die Feuerwehr brauchte zwei Tage, um den Großbrand zu löschen. Mittlerweile sind in vielen elektronischen Alltagsgegenständen - wie Smartphones, E-Zigaretten oder Taschenlampen - Lithium-Ionen-Akkus verbaut. "Gegenstände, die einen Akku enthalten, gehören nicht in den Müll", sagte Krischer gegenüber RUHR24. Vor allem E-Zigaretten seien seiner Meinung nach "Hauptursachen für solche Brände" wie im Swisttal. Die Feuer – ausgelöst durch Akku-Brände – würden alle NRW-Bürger mitbezahlen. Die Mülldeponien müssten somit mehr Versicherungsbeiträge zahlen, was sich letztendlich in den Abfallgebühren bemerkbar macht.
Eine Pfandregel auf Akkus sei keine Neuheit, so sollen zum Beispiel ab August 2025 E-Bike- und E-Scooter-Akkus auf jedem Recyclinghof abgegeben werden können. Die Entsorgung über den Hausmüll bleibt verboten und soll künftig hohe Bußgelder nach sich ziehen.
Eine neue Pfandregel kann NRW nicht alleine einführen, dafür muss die neue Bundesregierung die Initiative in die Hand nehmen. Die vorige Regierung unter Olaf Scholz hatte sich im November 2024 gegen ein Pfandsystem für Lithium-Batterien ausgesprochen. (gg/tm)
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