Eine Halle zusätzlich
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Die Verpackungsmesse Fachpack, die traditionsgemäß immer in den beiden Jahren zwischen der Düsseldorfer Leitmesse Interpack stattfindet, gewinnt weiter an Bedeutung. Über 1400 Aussteller haben sich nach Auskunft des Veranstalters, der Messe Nürnberg, für die Zeit vom 25. bis 27. September angemeldet. Damit haben sich gegenüber der letzten Messe im Herbst 2010 nochmals 50 Firmen mehr angekündigt. „Dass es eng wird, haben wir schon im Frühjahr gemerkt und rechtzeitig eine weitere Halle eingeplant“, sagt Heike Slotta, Leiterin Veranstaltungen bei der Messe. Sie erwartet rund 35.000 Besucher auf der Fachpack 2012.
Auch das Rahmenprogramm der Messe ist umfangreich: Neben mehreren Sonderschauen und Foren zu verschiedenen Themen ist in Halle 9 der Themenpark „Verpackung in der Medizintechnik und Pharmazie“ vorgesehen, und der Verein zur Förderung innovativer Verfahren in der Logistik VVL veranstaltet in Halle 4 einen Marktplatz innovativer Logistiklösungen. Die Sonderschau des Deutschen Verpackungspreises findet in Halle 6 statt.
Wenige Vorankündigungen
Obwohl sich viele Aussteller in diesem Bereich angemeldet haben, halten sich die Anbieter von Gefahrgutpackmitteln eher bedeckt mit Vorankündigungen – von Ausnahmen abgesehen. So will etwa der Verpackungsspezialist Schütz aus Selters in Nürnberg den IBC Ecobulk MX-EV FDA HV ausstellen. Dessen EVOH-Sperrschicht schützt gegen Permeation, der Ein- und Austritt von Gasen wird vermieden. Die weiteren Merkmale des gezeigten Modells: eine Innenblase für hochviskose Stoffe, ein eingebautes Entnahmesystem sowie eine neue Vollkunststoff-Kufenpalette. Ein zweites Highlight bei Schütz wird der IBC MX-EX antistatisch mit Nanoflansch für Ex-Schutz-Zonen sein. Die darin enthaltenen Carbon-Nano-Tubes sind elektrisch leitfähig und verhindern eine elektrostatische Aufladung innerhalb des Füllprodukts während der Entleerung.
Neben ihrem umfangreichen Kanister-Standardprogramm will Plastikpack aus Neckartailfingen als Neuheit den Stapelkanister 10 SK2 vorstellen. Der Behälter verfügt über vergrößerte Stapelnoppen, um ein Verrutschen zu verhindern. Außerdem ist er auf der Oberseite nahezu eben, sodass zur besseren Lastverteilung auch feste Zwischenlagen verwendet werden können. Der 10 SK2 besitzt laut Hersteller eine Literskalierung, einen ergonomisch geformten Griff sowie eine im Boden integrierte Griffmulde. Der gefärbte Kanister ist auf Wunsch mit einem stirnseitigen Sichtstreifen lieferbar.
Kanister mit Sichtstreifen
Auch die AST Kunststoffverarbeitung will neue Kanister auf ihrem Messestand zeigen. Dabei handele es sich unter anderem um einen Fünf-Liter-Behälter sowie um Sichtstreifenkanister von 20 bis 25 Liter Volumen. Beide Modellreihen verfügen über eine UN-Zulassung, wie AST-Verkaufsleiter Henrik Zepp im Vorfeld der Veranstaltung versicherte.
Als Spezialist für alle Fragen rund um die Themenbereiche Verpacken, Schützen und Sichern will sich Brangs+Heinrich in Nürnberg präsentieren. Schwerpunkte des Auftritts der Solinger Firma sollen die Ladungssicherung, konstruktive Verpackungslösungen sowie Polstersysteme sein. Werit aus Altenkirchen bringt seine IBC-Produktlinien zur Messe mit. Mit dem Code 31HA1 für gefährliche Güter lieferbar sind die Modelle TopLine und PolyEx, das für den Einsatz in explosionsgeschützten Bereichen konstruiert wurde. Die modulare Bauweise gestattet es dabei, so Werit, auch individuelle Anforderungen der Kunden umzusetzen. Die Behälter sind in den Größen 600, 800 und 1000 Liter verfügbar.
Neben Spund- und Deckelfässern in Stahl und Edelstahl will Gottlieb Duttenhöfer seine bekannten Spund- und Deckelkombinationsgebinde aus Metall mit HD-PE-Inliner auf der Fachpack zeigen. Deckelfässer liefert der Hersteller von sechs bis 120 Liter Volumen, Spundfässer sogar bis 216,5 Liter. Die Kombinationsgebinde sind ebenfalls in verschiedenen Ausführungen zwischen sechs und 120 Liter Inhalt erhältlich.
Gezielt und nachweisbar entleeren
Die neueste Generation der Fasskippgeräte von APE Engineering gestattet es, Fässer gezielt und nachweisbar zu entleeren. Dabei können, wie APE versichert, von der Entpalettierung über Ein- und Auslagerung bis zur exakten Abfüllung mit Protokollierung alle Arbeitsgänge mit nur einem Gerät ausgeführt werden. Alle Vorgaben der Abfüllrezepte können sowohl direkt am Fasshubwagen eingegeben als auch extern erstellt und dann per USB-Anschluss übergeben werden.
Rudolf Gebhardt
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