Abfall-Sortiersystem erhält Deutschen Gründerpreis
Die Gewinner des Deutschen Gründerpreises 2024 in der Kategorie „StartUp“: Die Brüder Johannes (links) und Nathanael Laier.
©Foto: Franziska Krug für Deutscher GründerpreisKünstliche Intelligenz und Digitales standen im Finale des 22. Deutschen Gründerpreises, der am 24. September bereits zum 22. Mal im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin vergeben wurde. In der Kategorie StartUp ging der Preis an die Brüder Nathanael und Johannes Laier für das KI-unterstützte Hochgeschwindigkeits-Sortieren von Abfall mit Hilfe des Systems WeSort.AI.
Laut Mitteilung der Initiative Der Deutsche Gründerpreis erfolgt die Sortierung dank der künstlichen Intelligenz fünfmal schneller als von Menschenhand und mit fast vollständiger Genauigkeit beim Erkennen – der menschliche Sortierer komme im Schnitt gerade mal auf etwa 50 Prozent.
Aktuell hat WeSort.AI fünf Systeme im Einsatz, heißt es in der Mitteilung weiter. Geplant sei, diese Zahl in den nächsten Jahren deutlich zu steigern. Ziel sei zudem, nicht nur in Deutschland, sondern auch international zu wachsen. Die Systeme arbeiten in verschiedenen Bereichen, darunter Gewerbeabfall, Gelber Sack und Elektroschrott. Besonders wichtig, so die Initiative, sei die Fähigkeit, gefährliche Stoffe wie Batterien zu erkennen und zu entfernen und damit auch die Brandgefahr zu minimieren.
Die Hauptkunden von WeSort.AI sind den Angaben zufolge Betreiber von Abfallsortieranlagen jeglicher Art. Dazu gehörten sowohl große Waste-Management-Konzerne wie Veolia, PreZero und Lobbe als auch städtische Entsorger der jeweiligen Kommunen, wie etwa die WRG in Würzburg.
Ausgelobt wird der Deutsche Gründerpreis von den Partnern stern, Sparkassen, ZDF und Porsche, die sich nach eigenen Angaben bereits seit 1997 für die Förderung des Unternehmertums und der Gründungskultur engagieren. (gg/gh)
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