Leichter und fester
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Der Altenkirchener Hersteller Werit hat kürzlich einen Relaunch seiner Kombipalette durchgeführt. Diese neue Palette ist den Angaben zufolge in allen marktüblichen Ausführungen (UN, non-UN, PolyEx etc.) erhältlich. „Mit der neuen Metall-Hybrid-Rahmen-Palette folgen wir den Bedürfnissen unserer Kunden, für ausgewählte Märkte und Anwendungen eine Alternative zu den vorhandenen Holz- und Vollkunststoff-Kufen-Paletten zu haben. Unsere Metall-Hybrid-Rahmen-Palette kombiniert die Festigkeitsvorteile eines verzinkten Stahlblech-Oberdecks mit den Zähigkeitsvorteilen der Vollkunststoff-Füße“, erläuterte Udo Hummelsberger, Produktmanager Industrieverpackung/Industrial Packaging des Herstellers.
Die Vorteile sollen in einem verbesserten Oberdeck und einer ressourcenschonenden leichten Ausführung liegen. Die Palette, die zunächst als Rahmen- und zukünftig auch als Kufenpalette erhältlich ist, ist laut Werit leichter als die Versionen anderer Hersteller, verfügt aber über eine höhere Festigkeit.
Dienstleistungen erweitert
Darüber hinaus hat der Hersteller sein Dienstleistungsangebot ausgebaut. So werden Kunden bei Zulassungen im UN-Bereich unterstützt und das Product Management setzt Sonderlösungen für den IBC gemeinsam mit ihnen um. Außerdem führt das Unternehmen Dichtungsbestimmungen hinsichtlich Temperaturen, Gasdrücken und anderem in Abhängigkeit von der späteren Nutzung durch. Nicht zuletzt sind auch Medienbeständigkeitsuntersuchungen ein Thema. „In vielen Fällen, insbesondere bei Mischungen, ist die Bestimmung der richtigen Dichtung über theoretische Annahmen meist mehr als abenteuerlich. Wir haben uns aus diesem Grunde ein eigenes Labor angeschafft, mit dem wir in der Lage sind, sehr schnell und verlässlich eine Aussage zu machen. Wir fordern die entsprechenden Medien bei den Kunden an und testen dann mit den Flüssigkeiten der Kunden die jeweilige Dichtungsbeständigkeit. Meist kann man schon nach 48 Stunden eine verlässliche Aussage machen“, erklärt Udo Hummelsberger den Ansatz des Herstellers.
In neue Maschinen und Schweißausrüstungen für die Produktion von Edelstahl-IBC investiert hat das Neunkirchener Unternehmen Schäfer Container Systems im Werk Ledeč nad Sázavou in der Tschechischen Republik. Es handelt sich um Anlagen zum Roboterschweißen von eckigen oder kubischen Chemiebehältern sowie Rundschweißmaschinen zum Innenschweißen. Darüber hinaus wurden dem Standort zur Erweiterung der Produktionsfläche weitere Hallen zugefügt, um Schleifkabinen zu installieren. Dies ermöglicht das Abschleifen der Schweißnähte, das von immer mehr Kunden gefordert wird. Zum finanziellen Umfang der Investitionen machte das Unternehmen keine Angaben.
Wachsende Nachfrage
Der Hersteller reagiert mit dem Ausbau nach eigenen Angaben auf die kontinuierlich wachsende Nachfrage nach IBC für besondere Anforderungen, unter anderem für den Transport von Gefahrgütern sowie bei aseptischen Mehrwegcontainern im Lebensmittelumfeld. Neben IBC werden in Ledeč Sonderbehälter aus Edelstahl für flüssige und feste Stoffe hergestellt, insbesondere für Branchen mit sensiblen Transport- und Lagerungsanforderungen. Das Spektrum an zuverlässigen Behältersystemen umfasst behördlich geprüfte Standardsysteme wie Tank-, Rund- und Silo-Container, Heizcontainer sowie Aseptik-Container bis hin zu maßgeschneiderten Sonderlösungen.
Ralph Ammann
Fachjournalist, Schwerpunkt Verpackungen
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