Versandhandel

28.09.2016 Meldung

England: CAA verhängt Strafe gegen Amazon

Der Onlinehändler soll in mehreren Fällen Packstücke mit Lithiumbatterien und entzündbaren Aerosolen vorschriftswidrig im Luftverkehr versendet haben
Paket Amazon 1200

Der Online-Versandhändler steht immer wieder wegen falsch oder nicht deklarierten Gefahrgutsendungen in der Kritik.

©Foto: Christoph Schmidt/Picture Alliance/dpa

Die britische Civil Aviation Authority CAA hat den Online-Versandhändler Amazon UK Services mit einer Strafe von 65.000 Pfund (75.000 Euro) belegt. Grund dafür sind laut einer Mitteilung von CAA (Link nicht mehr aktiv) vier Vorfälle zwischen Januar 2014 und Juni 2015, bei denen Packstücke mit Lithiumbatterien und entzündbaren Aerosolen vorschriftswidrig im Luftverkehr versendet werden sollten. Mitarbeiter von Royal Mail und UPS hatten die Versandstücke laut CAA noch vor dem Flug entdeckt.

Strafen auch in den USA

Die US-amerikanische Bundesluftfahrtbehörde hatte bereits im Juni dieses Jahres eine Strafe von 350.000 Dollar (312.000 Euro) gegen Amazon verhängt (siehe Meldung vom 22.6.). Die Behörde hatte den Versandhändler beschuldigt, ein Paket mit flüssigem Rohrreiniger nicht ordnungsgemäß verpackt, nicht als Gefahrgut gekennzeichnet und auch sonst nicht auf das ätzende Material hingewiesen zu haben. Ein Teil der Flüssigkeit war damals durch die Faserverpackung gesickert. Neun UPS-Mitarbeiter, die mit dem Paket in Berührung gekommen waren, hatten danach über brennende Hautpartien geklagt. Insgesamt hatte die US-Behörde für Verstöße zwischen 2013 und 2015 Strafen in Höhe von insgesamt 1,3 Millionen Dollar (1,16 Mio. Euro) gegen Amazon ausgesprochen. (gg/gh)

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