Trockeneis-Rechner 2.0

In zwei Schritten zur Gefährdungsbeurteilung

Mit dem ADR 2017 hat der Verordnungsgeber einige neue Prüfkriterien in 5.5.3 ADR aufgenommen, die Sie vor einer rein physikalischen Gefährdungseinschätzung für Ihren Fall bewerten müssen. Wichtig dabei ist die Unterscheidung, ob Sie Trockeneis (UN 1845) "nur" als Kühlmittel haben oder als eigenständige Sendung.

1. Schritt: Für diese jüngsten Vorschriften stellen wir Ihnen den Entscheidungsbaum "Trockeneis-Alarm" zur Verfügung, der Sie mit wenigen Klicks zur Antwort führt: Kennzeichnung und Bezettelung ja oder nein und wenn ja, wie?

Wenn die Prognose aufgrund der Berechnung so ist, dass die CO2-Konzentration beim Öffnen und Entladen des Fahrzeugs/Containers über 0,5 Volumenprozent beträgt, muss das Fahrzeug/der Container an seinem Zugang/seinen Zugängen mit dem „WARNUNG“-Kennzeichen gekennzeichnet werden.
© Foto: Springer Fachmedien München
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2. Schritt: Falls Ihnen zur Bewertung nicht alle Informationen vorliegen, werden Sie wieder auf diese Seite und zur bekannten Berechnung geleitet (unten auf der Seite).

Zur Erklärung: Trockeneis ist festes Kohlendioxid, das direkt vom festen in den gasförmigen Zustand übergeht, Sublimation genannt. Beim Verdampfen erhöht sich das Volumen um das 700-fache, daher kann sich im Laderaum schon bei geringen Trockeneismengen eine gefährliche CO2-Konzentration bilden. Dies gilt auch bei Versandstücken mit isolierten Verpackungen. Da die Sublimation bei Raumtemperatur relativ langsam erfolgt, ist aber erst bei längeren Fahrten oder längerem Abstellen des Fahrzeugs mit erhöhten Konzentrationen zu rechnen.

Bei Versuchen in der Praxis zeigte sich, dass die Sublimationsrate bei circa acht Litern pro Stunde und pro Kilogramm Trockeneis liegt (8 l/h/kg). Auf Basis dieser Versuche liefert unser Trockeneis-Rechner eine Abschätzung, wie hoch die Kohlendioxidkonzentration im Fahrzeug bei einer gegebenen Trockeneismenge nach einer bestimmten Zeit ist. Außerdem geht die Berechnungsformel von einer Luftwechselrate von Null aus (Worst Case Szenario).

Wenn die Prognose aufgrund der Berechnung so ist, dass die CO2-Konzentration beim Öffnen und Entladen des Fahrzeugs/Containers über 0,5 Volumenprozent beträgt, muss das Fahrzeug/der Container an seinem Zugang/seinen Zugängen mit dem „WARNUNG“-Kennzeichen gekennzeichnet werden.

© Foto: Alex Breuer/Christian Breuer
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Hinweis

CO2-Anteil in der Atemluft Auswirkungen
ca. 0,5 – 1 Vol.-% Keine besonderen Beeinträchtigungen bei kurzzeitiger Einatmung
ca. 2 – 3 Vol.-% Zunehmende Reizung des Atemzentrums, Erhöhung der Pulsfrequenz
ca. 4 – 7 Vol.-% Verstärkung vorgenannter Beschwerden, zusätzlich Durchblutungsprobleme im Gehirn, Schwindelgefühl, Brechreiz, Ohrensausen
ca. 8 – 10 Vol.-% Verstärkung vorgenannter Beschwerden, Krämpfe, Bewusstlosigkeit mit kurzfristig folgendem Tod
> 10 Vol.-% Tod tritt kurzfristig ein

Je mehr sonstige Packstücke im Fahrzeug sind, umso kleiner wird der Luftraum und umso höher wird die Konzentration.
Bei 50% Auslastung des Laderaums verdoppeln sich somit die Konzentrationswerte.

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