Polizei stoppt Gefahrgut-Sattelzug
Die Autobahnpolizei hat einen Gefahrgut-Sattelzug wegen mangelnder Ladungssicherung aus dem Verkehr gezogen.
©Foto: Gerhard Seybert - stock.adobe.comAm Montag, den 19. Januar 2026, fiel den Kontrollkräften der Schwerverkehrsüberwachung der Autobahnpolizeistation Bad Hersfeld auf der Autobahn A 5 zwischen der Anschlussstelle Alsfeld-Ost und dem Hattenbacher Dreieck ein Sattelzug mit Gefahrgutkennzeichnung auf, dessen Plane deutlich ausgebeult war. Das Fahrzeug wurde auf einen Autohof begleitet und kontrolliert, wie mehrere Medien berichteten.
Die Beamten stellten fest, dass die gesamte Ladung des französischen Fahrzeugs, darunter rund 5,5 Tonnen Gefahrgut, unzureichend gesichert und während der Fahrt nach außen gerutscht war. Aufgrund der erheblichen Gefährdung wurde die Weiterfahrt des Sattelzuges sofort untersagt. Zusätzlich stellten die Beamten fest, dass in der Zugmaschine ein für den grenzüberschreitenden Güterverkehr nicht mehr zulässiger Fahrtenschreiber verbaut war.
Komplette Entladung des Sattelzuges
Dem Transportunternehmen wurde eine komplette Entladung des Aufliegers angeordnet. Eine Weiterfahrt ist erst nach vorschriftsmäßiger Beladung, ordnungsgemäßer Ladungssicherung, einer sicheren Ladeeinheitenbildung sowie dem Austausch der beschädigten Aufbauteile erlaubt. Zusätzlich wurde eine sofortige Umrüstung auf einen zulässigen Fahrtenschreiber angeordnet.
Gegen das Transportunternehmen und den Fahrer wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Bußgelder gegen den Fahrer dürften sich im dreistelligen Euro-Bereich bewegen, die gegen den Halter im unteren vierstelligen Bereich. Hinzu kommt noch ein Bußgeld im vierstelligen Eurobereich wegen des Fahrtenschreibers.
Die Polizei geht davon aus, dass möglicherweise ein schwerer Gefahrgutunfall verhindert wurde. Aufgrund des hohen Gefährdungspotenzials werden Gefahrguttransporte auch künftig verstärkt kontrolliert, erklärten die Beamten. (gg/tm)
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