IBC

06.12.2025 Fachbeitrag

Edelstahl-IBC: Starke Zuwächse | Stainless steel IBC: Strong growth

Der Markt an Edelstahl-IBC wächst. Davon profitieren Hoyer als Logistikdienstleister und Vermieter als auch die zum Logistiker dazugehörige cotac Group, die sich auf das Thema Reinigung spezialisiert hat. | The market for stainless steel IBCs is growing. This benefits Hoyer as a logistics service provider and lessor, as well as the cotac Group, which specializes in cleaning.

Die IBC-Reinigung gewinnt bei Hoyer und cotac immer mehr an Bedeutung.

©Foto: Hoyer Group

Der Markt an Edelstahl-IBC bei dem Chemie-Logistikunternehmen Hoyer Group entwickelt sich erfreulich positiv. Momentan beträgt die Flotte rund 60.000 Edelstahl-IBC, wobei die Zahl stetig wächst. „Unsere Schwerpunkte sind Chemie, Lebensmittel und Beauty. In jeder dieser Industrien gibt es aus verschiedenen Gründen steigende Nachfrage. Hygiene, Produktsicherheit und Nachhaltigkeit sind definitiv Entscheidungsgründe für unsere IBC “, erklärt Tom Kruetzfeldt, Head of IBC Operations bei Hoyer.

Von links: Sascha Schenke, cotac und Tom Kruetzfeldt, Hoyer.

©Foto: Hoyer Group

Die zu Hoyer gehörende cotac Group hat sich auf die Reinigung der IBC spezialisiert, und bietet außerdem auch Reparaturen und Wartungen der Edelstahl-Container an. „Wir sind darüber hinaus als zertifizierte Prüfstelle der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) gelistet und dürfen die vorgeschriebenen Prüfungen an den Containern durchführen“, erläutert Sascha Schenke, Senior Manager Cleaning and Watertreatment Germany von cotac.

Große Angebotsvielfalt

Im Portfolio von Hoyer sind Edelstahl-IBC mit Fassungsvermögen von 500 bis 1.100 Litern. Sie sind gegenüber den Kunststoff-Varianten sicherer, langlebiger und insbesondere in der Farben- und Lackindustrie gefragt. Sie sind aber auch für brennbare Flüssigkeiten geeignet. Außerdem sind sie sehr gut zu reinigen. Das ist bei hochreinen oder reaktiven Produkten ein entscheidender Vorteil gegenüber Kunststoff-IBC, da kleinste Verunreinigungen die Qualität der Produkte stark beeinträchtigen können. Auch aseptische IBC gehören zum Angebot, denn anders als bei Kunststoff-IBC können deutlich höhere Temperaturen im Rahmen der Reinigung angewandt werden.

„Ein weiterer großer Vorteil eines Metall-IBC besteht in seiner Variabilität. Sie sind in unterschiedlichen Größen und zahlreichen Varianten erhältlich, beispielsweise mit Rührwerk oder beheizbar. Und die lange Verwendungsdauer führt zu Kosteneinsparungen und reduziertem Abfall – einem eindeutigen Nachhaltigkeits-Plus“, so Kruetzfeldt.

Die Edelstahl-IBC lassen sich individuell auf die Bedürfnisse der Kunden modifizieren, das beinhaltet auch die Größen der Ausläufe. Nicht wenige Hoyer-Kunden binden die starren IBC in ihre Produktion mit ein, vor allem wenn kleine Mengen oder auch mehrere, unterschiedliche Stoffe benötigt werden. Der logistische Aufwand eines Tankcontainers mit einem Volumen von 23.000 Litern nahe der Produktion ist dagegen immens höher, führt Kruetzfeldt aus.

Hohe Sicherheit

Besonders hervorzuheben sei der Sicherheitsvorsprung von Edelstahl-Containern gegenüber solchen aus Kunststoff. „In Frankreich dürfen ab 2026 laut einer neuen Verordnung keine brennbaren Flüssigkeiten mehr in Kunststoff-IBC gefüllt bzw. gelagert werden“, betont Schenke.

Edelstahl-IBC erfüllen darüber hinaus die Anforderungen der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR): Sie sind langlebig, wiederverwendbar und vollständig recycelbar. Am Standort Ludwigshafen betreibt cotac seit Mai 2023 eine halb automatische Reinigungsanlage für Edelstahl-IBC, die primär für die Reinigung von chemischen und kosmetischen Produkten ausgelegt ist. Die Innen- wie Außenreinigung erfolgt automatisiert nach industriellem und zertifiziertem Standard. Dank der Automatisierung könnten dort noch mehr IBC täglich gereinigt werden als zuvor. „Damit sind wir gut gerüstet, um den jährlichen Anstieg des IBC-Volumens bewältigen zu können“, legt Schenke dar.

Rund 22.000 IBC werden bei cotac jährlich gereinigt.

©Foto: Hoyer Group

IBC-Reinigung analog zum Tankcontainer

Abgesehen von explosionsfähigen, radioaktiven und ansteckungsgefährlichen Stoffen werden in Mannheim und allen anderen cotac-Standorten die meisten Gefahrstoffe zur Reinigung akzeptiert. Der Reinigungsvorgang läuft vergleichbar mit dem eines Tankcontainers ab: Zuerst erfolgt die Kontrolle hinsichtlich Restmengen, die entsprechend abgefangen und entsorgt werden. Dann wird analog zum Tankcontainer der Reinigungsspülkopf in die Öffnung des IBC eingeführt. Je nach Produktart kommt heißes oder kaltes Wasser zum Einsatz. Möglich sind auch Zusatzstoffe wie alkalische oder saure Reinigungsmittel oder Seifen im Lebensmittelbereich.

Bei schwierigen Stoffen kann eine Vorreinigung, eine sogenannte Umlaufreinigung, notwendig sein. Diese Vorbehandlung dient der Entfernung von hartnäckigen, groben oder auch viskosen Stoffen. Im Anschluss lässt sich der IBC der Standardreinigung zuführen.

Manuelle Endkontrolle

Am Ende des Reinigungsvorgangs, der dem des EFTCO-Standards entspricht, erfolgt nach der Trocknung des IBC eine manuelle Endkontrolle. Der Kontrolleur begutachtet das Innere des IBC durch das Mannloch, ob noch Produktreste erkennbar sind. Zudem erfolgt eine Duftkontrolle auf eventuell noch vorherrschende Gerüche. Gemäß EFTCO-Definition gilt ein Tank als gereinigt, „wenn keine sichtbaren Spuren oder der Geruch des letzten Produktes oder Reinigungsmittels durch die Inspektion vom Domdeckel aus festgestellt werden kann“. „Neben den von der EFTCO vorgeschriebenen Mindeststandards für ‚gereinigt‘, bieten wir zusätzliche Tests an wie beispielsweise eine Probennahme des letzten Spülwassers mit anschließender Analyse im Labor. „Diese höheren Standards erwartet vor allem die Pharmaindustrie“, betont Schenke. Am Ende jedes Reinigungsvorganges erhalten die IBC-Kunden, analog zur Tankcontainerreinigung ein Reinigungszertifikat.

Nah am Kunden

Die IBC-Reinigung genießt sowohl bei Hoyer als auch bei cotac einen sehr hohen und wachsenden Stellenwert. Momentan werden jährlich 22.000 IBC in den cotac-Standorten Schkopau, Dormagen, Hamburg, Mannheim und Ludwigshafen gereinigt. „Unser Reinigungsnetzwerk gewährleistet kurze Wege zu den Kunden“, verdeutlicht Kruetzfeldt.

Thomas Maier


IBC cleaning is becoming increasingly important at Hoyer and cotac.

©Foto: Hoyer Group

The market for stainless steel IBCs at chemical logistics company Hoyer Group is developing very positively. The fleet currently comprises around 60,000 stainless steel IBCs, and this number is growing steadily. ‘Our focus is on chemicals, food and beauty. There is growing demand in each of these industries for various reasons. Hygiene, product safety and sustainability are definitely deciding factors in favour of our IBCs,’ explains Tom Kruetzfeldt, Head of IBC Operations at Hoyer.

From left: Sascha Schenke, cotac und Tom Kruetzfeldt, Hoyer

©Foto: Hoyer Group

The cotac Group, which belongs to Hoyer, specializes in cleaning IBCs and offers repairs and maintenance for stainless steel containers. ‘We are also listed as a certified testing center by the Federal Institute for Materials Research and Testing (BAM) and are authorised to carry out the prescribed tests on the containers,’ explains Sascha Schenke, Senior Manager Cleaning and Water Treatment Germany at cotac.

Wide range of products

The Hoyer portfolio includes stainless steel IBCs with capacities ranging from 500 to 1,100 liters. They are safer and more durable than plastic versions and are particularly in demand in the paint and coatings industry, but also for flammable liquids. In addition, they are very easy to clean. This is a decisive advantage over plastic IBCs when it comes to high-purity or reactive products, as even the smallest impurities can severely impair product quality. Aseptic IBCs are also available, as unlike plastic IBCs, significantly higher temperatures can be used during cleaning.

Another major advantage of metal IBCs is their versatility. ‘They are available in different sizes and numerous variants, for example with agitators or heating. And their long service life leads to cost savings and reduced waste – a clear sustainability plus,’ says Kruetzfeldt.

The stainless-steel IBCs can be individually modified to suit customer requirements, including the size of the outlets. Quite a few Hoyer customers integrate the rigid IBCs into their production processes, especially when small quantities or several different sub-stances are required. The logistical effort involved in keeping a 23,000-litre tank container close to the production site is immensely higher, as Kruetzfeldt knows.

High level of safety

The safety advantage of stainless-steel containers over plastic ones is particularly noteworthy. ‘In France, a new regulation stipulates that from 2026 onwards, flammable liquids may no longer be filled into or stored in plastic IBCs,’ emphasizes Schenke.

Stainless steel IBCs also meet the requirements of the EU Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR): they are durable, reuseable and fully recyclable. At its Ludwigshafen site, cotac has been operating a semi-automatic cleaning system for stainless steel IBCs since May 2023, which is primarily designed for cleaning chemical and cosmetic products. Both internal and external cleaning are automated in accordance with industrial and certified standards. Thanks to automation, even more IBCs can be cleaned there every day than before. ‘This means we are well equipped to cope with the annual increase in IBC volume,’ features Schenke.

IBC cleaning analogous to tank containers

Except for explosive, radioactive and infectious substances, most hazardous materials are accepted for cleaning in Mannheim and at all other cotac locations. The cleaning process is similar to that for tank containers: First, the residual quantities are checked and collected and disposed of accordingly. Then, as with tank containers, the cleaning rinse head is inserted into the opening of the IBC. Depending on the type of product, hot or cold water is used. Additives such as alkaline or acidic cleaning agents, or even soaps in the food sector, are also possible.

For difficult substances, pre-cleaning, known as circulation cleaning, may be necessary. This pre-treatment serves to remove stubborn, coarse or viscous substances. The IBC can then be subjected to standard cleaning.

Manual final inspection

At the end of the cleaning process, which complies with the EFTCO standard, a manual final inspection is carried out after the IBC has been dried. The inspector examines the interior of the IBC through the manhole to see if any product residues are still visible. An odour check is also carried out to detect any remaining odours. According to the EFTCO definition, a tank is considered ‘cleaned’ if no visible traces or odours of the last product or cleaning agent can be detected during inspection from the dome cover. ‘In addition to the minimum standards for “cleaned” prescribed by EFTCO, we also offer additional tests, such as sampling the last rinse water and then analyzing it in the laboratory. These higher standards are expected above all by the pharmaceutical industry,’ emphasizes Schenke. At the end of each cleaning process, IBC customers receive a cleaning certificate, similar to tank container cleaning.

Close to the customer

IBC cleaning is becoming increasingly important for both Hoyer and cotac. Currently, 22,000 IBCs are cleaned annually at cotac‘s sites in Schkopau, Dormagen, Hamburg, Mannheim and Ludwigshafen. ‘Our cleaning network ensures short distances to our customers,’ states Kruetzfeldt.

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