Chemieindustrie: Chemie-Agenda soll Abschwung bremsen
Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Bundesregierung Ende März ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Chemiebranche vorgelegt. für mehr bitte anmelden
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Langsam, aber sicher ist die PPWR – Packaging and Packaging Waste Regulation – in der Verpackungsbranche angekommen. Die Verordnung schafft neue und einheitliche Regeln für den gesamten Lebenszyklus von Verpackungen in der Europäischen Union (EU). Sie ersetzt die ehemalige Richtlinie 94/62/EG von 1994 und gilt ab dem 12. August 2026 unmittelbar; eine Umsetzung in nationale Gesetze und Verordnungen entfällt.
Ziele der PPWR sind, den Verpackungsverbrauch in der EU deutlich zu reduzieren, die Recyclingfähigkeit zu verbessern und die Kreislaufwirtschaft zu stärken. Die in der Verordnung aufgeführten Akteure – Lieferant, Erzeuger, Hersteller, Importeur und Vertreiber – haben unterschiedliche Aufgaben und Pflichten. Dazu gehören eine detaillierte technische Dokumentation sowie eine EU-Konformitätserklärung. Darum ist es wichtig, dass sich Hersteller und Inverkehrbringer von Gefahrgutverpackungen einen Überblick über deren Funktionen und Verantwortlichkeiten verschaffen, auch wenn Gefahrgutverpackungen von einigen Vorgaben ausgeschlossen sind.
Das Thema PPWR steht natürlich auch im Fokus der diesjährigen Messe Interpack, die vom 7. bis 13. Mai 2026 in Düsseldorf stattfindet. Dort werden rund 2.800 internationale Aussteller ihre innovativen Produkte und Lösungen präsentieren. Anlässlich dieser Messe bieten wir unseren Lesern ein Spezial an, das dieser Ausgabe beiliegt. Es soll Appetit machen und Orientierung geben, angesichts der vielen Themen, die die Verpackungsbranche aufgrund neuer Regulierungen, Kostendrucks, Fachkräftemangels und nicht zuletzt geopolitischer Unsicherheiten umtreiben.
Thomas Maier
Redakteur, fokus GEFAHR/GUT