Neues von der ECTA
Die ECTA will sich verstärkt für ihre Mitglieder in der chemischen Transport- und Logistikbranche einsetzen.
©Foto: Rudolf Gebhardt | TECVIA GmbHDer Dachverband der europäischen Chemietransporteure ECTA - European Chemical Transport Association - macht zum Jahresbeginn auf einige Neuerungen aufmerksam.
Das Jahr 2025 sei für die chemische Transport- und Logistikbranche schwierig gewesen. Die anhaltende Rezession, rückläufige Transportvolumina, Schließungen von Chemiewerken und geopolitische Spannungen führten laut Verband zu Unsicherheiten in der Lieferkette und globalen Instabilitäten. Darüber hinaus setzen neue EU-Vorschriften die Transportunternehmen unter Druck, sich zu dekarbonisieren und zu digitalisieren, während sie gleichzeitig um ihr Überleben und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit kämpfen müssen.
Die ECTA engagiere sich für den Chemielogistiksektor und könnte eine Quelle der Inspiration sein, um nach neuen Möglichkeiten zu suchen und ihren Mitgliedern zu helfen, diese schwierige Phase zu überstehen, indem sie den Dialog fördert, neue Netzwerke schafft und Verbindungen zwischen Responsible Care, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften herstellt, hieß es. Weitere Informationen über die Situation und Lösungsansätze bietet der ECTA Annual Report 2025, der hier als PDF-Download in englischer Sprache zur Verfügung steht.
Neuer Schwerpunkt "EU-Regulierung"
Angesichts der oben genannten großen Herausforderungen will sich der ECTA-Vorstand künftig verstärkt dem Thema "EU-Regulierung" widmen. Beschlossen wurde, dass die ECTA ihre Präsenz in öffentlichen Einrichtungen wie der GD Mobilität, dem Europäischen Parlament, der UNECE, der IRU, dem CEFIC usw. verstärken muss, um die Interessen ihrer Mitglieder besser vertreten zu können. Um dieses neue Ziel zu erreichen, wurde Andreas Zink, ehemaliger ECTA-Präsident, zum 1. Januar 2026 zum neuen ECTA-Geschäftsführer ernannt. In seiner Funktion wird er auch den neuen Schwerpunktbereich "EU-Regulierung" leiten. Zink folgte auf Peter Devos, der nun neuer Direktor für Digitalisierung der ECTA ist.
Neue ECTA-Führungsstruktur
Darüber hinaus hat der Dachverband seine neue Führungsstruktur veröffentlicht. Das ECTA-Team 2026 setzt sich wie folgt zusammen:
- Andreas Zink – ECTA Managing Director
- Peter Devos – ECTA Digitalisation Director
- Steve Rowland – ECTA Responsible Care Director
- Estelle Zink – ECTA Administration and Communication Manager
Weitere Informationen finden Sie hier.
ECTA Mitglied der UNECE-Arbeitsgruppe
Wie der Verband weiter mitteilt, wurde die ECTA als Mitglied in die UNECE-Arbeitsgruppe für den Transport gefährlicher Güter (WP.15) im November letzten Jahres aufgenommen. Dementsprechend wird der Verband bei der nächsten Überarbeitung der ADR/RID-Vorschriften 2029 mitwirken und sich für die Interessen ihrer Mitglieder einsetzen, hieß es. (gg/tm)
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