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Schwerpunkt des Monats März 2015

Lithiumbatterien

Titel GG 03_2015 Knopfzellen mit Icons 620

© Foto: Fotolia/Montage: Heinke Friedl

Kaum ein Industriezweig will noch auf den wiederaufladbaren Energiespeicher Lithiumionen-Akku verzichten. So gingen im vergangenen Jahr über fünf Milliarden Li-Ionen-Batterien über den Ladentisch, für Laptops, Kameras, Handys und Elektroautos. Knopfzellen finden sich in Adventskalendern oder Glückwunschkarten, in Kassensystemen oder Sicherheitswesten. Und Patentanmeldungen rund um diese Technologie gehen jährlich in die Tausende.

Defizite und offene Fragen

Ein wahrer Siegeszug also. Das ist gut für die Konjunktur und eine Spielwiese für den geneigten Konsumenten. Doch den Hersteller und den Händler, den Transporteur und den Entsorger stellt das Besondere der Technologie und die zunehmende Energiedichte immer noch vor eine besondere Herausforderung. Aufgrund der Zersetzungsgefahren innerhalb der Zelle (siehe Artikel "Extreme Ereignisse"), des „eigenartigen" Brandverhaltens und des Risikos durch falsche Behandlung haben die Gesetzgeber ein komplexes Regelwerk aufgestellt, um diese Risiken während des Transports zu minimieren – und an dem sie immer noch feilen.

Die internationale Pilotenvereinigung Ifalpa würde am liebsten alles, was mit den Boomprodukten zu tun hat, aus ihren Flugzeugen verbannen. Weil das nicht möglich ist, haben sie zumindest mit dafür gesorgt, dass die Transportbedingungen besonders restriktiv sind ("Über den Wolken"). Selbst die Versandbedingungen für die kleinen Batterien ("Erleichterung verschafft") sollen 2017 eingeschränkt werden.

Dass es sich trotz allem um eine junge Entwicklung handelt, merken die Versicherer, denen gesicherte Antworten zur Lagerung noch fehlen, sowie die Entsorger, die schnell nach Alternativen zur bisherigen Sammelpraxis suchen müssen.

Daniela Schulte-Brader

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