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Thema des Monats Oktober 2017

Ladungssicherung

Container Ladungssicherung IBC 1200

© Foto: Ma-Co

Die Formel zur Berechnung der ausreichenden Ladungssicherung steht regelmäßig in der Kritik der Praktiker. Viel zu kompliziert, heißt es, und die meisten Beteiligten seien mit der Anwendung beim Beladen des Fahrzeugs völlig überfordert.

Eine Lösung dieses Problems verspricht seit 2007 die DIN EN 12642 Code XL. Ein nach dieser Norm zertifizierter verstärkter Fahrzeugaufbau kann ohne weitere Maßnahmen die Sicherung der Ladung gewährleisten.

Vorgaben erfüllen

Allerdings wird oft vergessen, dass bei der Beladung dann auch diverse Vorgaben zu erfüllen sind. Leider werden hier immer noch viele Fehler gemacht (siehe Beitrag „Aufbauten: Im Spiel der Kräfte“).

Fehleranfällig ist auch die Verstauung der Packstücke in LKW und Containern, die auf Ro/Ro-Fährschiffen unterwegs sind. So mancher Verlader unterschätzt die Auswirkungen des Seegangs auf seine Ladung und damit auf die Standfestigkeit des Lasters. Schiffsbesatzungen würden sich hier mehr Sorgfalt wünschen („Fährverkehr: Unterschätzter Wellengang“). Und das gilt nicht nur für die Bewegung der Fracht, sondern auch für ihre Zusammenstellung: Werden unterschiedliche gefährliche Güter auf einen LKW verladen, sind die Zusammenladeverbote in Abschnitt 7.5.2 ADR zu beachten. Bei allen Transporten auf der Straße („Zusammenladeverbote: Gewisses Etwas“).

Wie man Ladungssicherung noch besser machen kann, zeigt das Beispiel der Firma Merck. Das Chemieunternehmen setzt in seinem Fuhrpark Auflieger mit Antirutschböden, Alupaneelen in den Schiebeplanen und verfahrbaren Sperrbalken ein („Laderaumbeschichtung: Rutschfest gesichert“). Und die Ergebnisse einer Abfrage bei Lieferanten zeigen, welche Hilfsmittel zur Sicherung der Ladung derzeit erhältlich sind („Hilfsmittel: Kraft oder Form“).

Rudolf Gebhardt