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Lithiumbatterien spezial 2018

Lithiumbatterien

Lithiumbatterie Fahrzeug 1200

© Foto: MaZi/AdobeStock

Ein Ende ist wirklich nicht in Sicht: für die Beförderung von Lithiumbatterien hat der Gesetzgeber detaillierteste Regelungen getroffen, die sogar das für das Gefahrgutrecht übliche Maß deutlich überschreiten (siehe Beitrag „Vorschriften: Fahrt aufgenommen“).

Geschuldet ist dieses Vorgehen dem Umstand, dass über Produktion, Beförderung und Entsorgung hinweg die Zellen oder Akkumulatoren immer wieder Belastungen ausgesetzt sein können, für die sie nicht unbedingt gerüstet sind.

Das Gefahrgutrecht, das dazu dient, bei jedem einzelnen Gefahrgut potenzielle Gefahren mittels Verpackungsanforderungen, Dokumentation und Kennzeichnung auf ein gesellschaftlich akzeptiertes Maß zu reduzieren, entfaltet hier einen wahren Reigen an Anweisungen – unter anderem abhängig vom jeweiligen Zustand einer Lithiumbatterie.

Für die Verantwortlichen in den Unternehmen heißt dies einerseits, klare Routinen festzulegen und jedem Beteiligten seine Pflichten darzulegen (siehe dazu beispielhaft den Beitrag „Versand: Das 8-Schritte-Programm“). Andererseits müssen gleichermaßen die teilweise umfangreichen Änderungen verfolgt (für 2019 siehe „Neue Vorschriften: Schon wieder“), Ausnahmen genutzt („SV 188: Leichtgewichte“), und gegebenenfalls weitere Quellen zu Rate gezogen werden (für die Lagerung siehe Artikel „Brandgefährlich“, für Sammelstellen „Schutzmaßnahmen).

Darüber hinaus wächst ihnen eine weitere Aufgabe zu: neue Beteiligte zu identifizieren und zu informieren, die ansonsten nichts mit Gefahrgutvorschriften jemals am Hut hatten, und dank der Lithiumbatterien sich nun damit beschäftigen müssen. Denn gegebenenfalls gehören diese Neuen in die Beförderungskette der eigenen Produkte.

Daniela Schulte-Brader